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EU wählt Inmarsat und Solaris für Satelliten-Mobilfunk

Die EU-Kommission hat die zwei Betreiber Inmarsat Ventures Limited und Solaris Mobile Limited für die europaweite Bereitstellung von Mobilfunkdiensten per Satellit ausgewählt. Sie haben nun das alleinige Recht, 18 Jahre lang in allen europäischen Mitgliedsstaaten Services wie mobiles Internet, Mobilfunk und Fernsehen anzubieten. Die lange Laufzeit rechtfertigt die europäische Kommission mit den hohen Anfangsinvestitionen, die sich oftmals auf hunderte von Millionen Euro belaufen.

Erste Satelliten sollen bereits 2009 in den Orbit befördert werden. Bis spätestens 2011 müssen Inmarsat Venture und Solaris Mobile den Betrieb aufnehmen und mindestens 60 Prozent der Fläche der europäischen Union abdecken. Außerdem ist zu garantieren, dass europaweit einheitliche Notrufnummern erreichbar sind. Sämtliche Mitgliedsstaaten müssen den Betreibern dafür Funkfrequenzen im 2-Gigahertz-Band reservieren.

Nach Meinung der EU-Kommission werden die mobilen Satellitendienste (MSS) den Verbrauchern in ganz Europa Zugang zu innovativen Mobilfunk-Anwendungen eröffnen. Darüber hinaus sollen sie einen Beitrag zur Überbrückung der digitalen Kluft leisten, in dem sie auch dünn besiedelte Gebiete abdecken, die von anderen Anbietern nur mit hohem finanziellen Aufwand erschließbar sind.

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