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Mörder gesucht

02.12.2000 | 17:50 Uhr |

In Großbritannien steht ein Mann vor Gericht, der aus enttäuschter Liebe angeblich seinen Netzbekanntschaft umbringen lassen wollte. Hierzu bot er online eine nicht unbeträchtliche Summe als Kopfgeld an.

Viele Internetnutzer besuchen häufig Chats, um neue Freunde kennen zu lernen, oder eventuell auch den Partner fürs Leben. Ein Mail-Flirt zwischen einem Engländer und einer Texanerin hätte tragisch enden können.

Nach ein paar Wochen entschloss sich der Angeklagte, seiner Angebeteten einen Heiratsantrag zu machen, ohne diese jemals persönlich kennen gelernt zu haben. Zu diesem Zeitpunkt legte die Amerikanerin die Karten auf den Tisch: Sie war bereits glücklich verheiratet und dachte nicht daran, sich scheiden zu lassen.

Daraufhin der Angeklagte Drohmails: "Hiermit hast du dein Todesurteil unterschrieben. Ich verfüge in den USA über ausgezeichnete Kontakte, die den Auftrag, dich umzubringen, gerne ausführen werden."

Zeitgleich bot er auf einer Web-Seite 100.000 britische Pfund demjenigen als Kopfgeld, der diesen Auftrag ausführen und mit einem Foto beweisen konnte. Nachdem er ein Foto des Brautpaares erhielt, bot er auf einer anderen Web-Seite 25.000 Pfund für die Ermordung beider Personen.

Nach der Verhaftung teilte der Mann der Polizei mit, es handle sich bei der ganzen Sache lediglich "um einen Witz", erhabe "niemals vor gehabt jemanden umzubringen." Das Urteil steht noch nicht fest, die Verhandlung dauert noch an. (PC-WELT, 02.12.2000, mp)

Verbrecherjagd im Netz (PC-WELT Online, 27.10.2000)

US-Online-Aktivist ermordet (PC-WELT Online, 20.10.2000)

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