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Mögen die Spiele beginnen: World Cyber Games

04.10.2004 | 11:54 Uhr |

Ab kommenden Mittwoch wird San Francisco für fünf Tage zum Mekka für hunderte Spiele-Fans aus aller Welt, wenn die World Cyber Games abgehalten werden. Auch Deutschland wird mit einem 21 Spieler starken Team vertreten sein.

Was für Athleten die Olympischen Spiele sind, sind für Spiele-Fans die World Cyber Games . Zum fünften Mal in Folge und erstmals außerhalb Koreas messen sich hunderte Gamer ab dem 6. Oktober in San Francisco. Das Turnier läuft bis zum 10. Oktober.

Auf dem Spielplan stehen, neben den Klassikern Starcraft, Counterstrike und Unreal Tournament, folgende Titel (alle für PC): Warcraft III: The Frozen Throne, Fifa Soccer 2004, Need für Speed Underground. Aber auch Konsolenspieler treten diesmal gegeneinander an, gesucht werden die besten Gamer bei Halo und Project Gotham Racing 2 (beide Xbox).

Deutschland belegte im vergangenen Jahr übrigens mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen den ersten Platz im Medaillenspiegel. In diesem Jahr ist ein 21 Spieler starkes Team an die Westküste der USA gereist, das bei allen Titeln vertreten sein wird. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: Insgesamt werden 400.000 Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet.

Insgesamt werden bei den World Cyber Games 2004 geschätzte 700 Spieler (Vorjahr: 562) aus 63 Ländern (Vorjahr 55) gegeneinander antreten, darunter auch eher "exotische" Länder wie Iran, die Mongolei, Marokko oder Usbekistan. Eine komplette Liste aller teilnehmenden Länder finden Sie hier .

Um Cheatern keine Chance zu geben, dürfen die teilnehmenden Spieler lediglich ihre eigene Maus sowie Tastatur mitbringen, die PCs werden vom Sponsor Samsung bereitgestellt.

Wer möchte, kann sich die einzelnen Turniere übrigens auch per Stream am heimischen PC ansehen. Eine Übersicht über die Uhrzeiten der jeweiligen Übertragungen finden Sie hier und hier .

Die World Cyber Games wollen sich vor allem dafür einsetzen, dass sich der so genannte E-Sport in der Öffentlichkeit als vollwertige Sportart etabliert, wie es in Südkorea bereits seit längerem der Fall ist. Top-Profispieler stehen dort auf einer Ebene mit Film- oder Musikstars und können sich von ihren Sponsorengeldern und Gewinnen durchaus ihren Lebensunterhalt verdienen. Daneben werden hochkarätige E-Sport-Ereignisse im nationalen Fernsehen übertragen.

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