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Neues Bedienkonzept von Sony Ericsson

Sony Ericsson hat ein Patent für ein neuartiges Bedienkonzept für Mobiltelefone beantragt. Demnach wählt der Nutzer auf seinem Handy eine Datei aus und "schiebt" sie mit dem Finger über das Display. Der Gegenüber muss die Datei nur noch annehmen, der Verbindungsaufbau erfolgt automatisch. Allerdings birgt die neue Technik auch Gefahren.

Apples iPhone hat die Entwicklung neuer Bedienkonzepte für Handys neu angestoßen. Jetzt hat der Mobilfunkhersteller Sony Ericsson ein Patent angemeldet, das beschreibt, wie Bilder und Dateien ohne umständliche Verbindungsprozeduren von einem Touchscreen-Handy auf ein anderes "geschoben" werden.

Die Idee ist so einfach wie bestechend. Musste bislang ein Kontextmenü aufgerufen, der Sendeweg gewählt und beide Handys verbunden werden, wozu in der Regel die Eingabe eines Passwortes auf beiden Seiten notwendig ist, soll das neue Verfahren den Datenaustausch erheblich vereinfachen. Nach den Vorstellungen von Sony Ericsson kann eine beliebige Daten ausgewählt und mit dem Finger über den Bildschirm gezogen und versendet werden. Der Gegenüber muss die Datei nur noch annehmen, der Verbindungsaufbau erfolgt automatisch.

Die automatische Verbindung stellt derzeit den Knackpunkt des Systems dar. Angreifer hätten auf diese Weise leichtes Spiel, Schad-Software auf das Handy zu schieben und die Daten des Nutzers auszuspionieren. Die Entwickler setzen deshalb auf Near Field Communication (NFC), die schon jetzt zum Bezahlen von Fahrkarten mit dem Handy genutzt wird.

NFC hat zwei Vorteile gegenüber einer gängigen Bluetooth-Verbindung. So besitzen die Endgeräte eine einzigartige Registriernummer, andererseits ist der Funkradius mit wenigen Zentimetern sehr klein. NFC wird zukünftig Bestandteil von Bluetooth werden, wie die Bluetooth SIG (Special Interest Group) nach Verabschiedung des neuen Bluetooth-Standards 2.1 +EDR im August 2007 mitteilte. Das Patent könnte also schon bald Einzug in die neuen Sony-Ericsson-Geräte halten.

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