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Vodafone plant eigenen App-Store

17.05.2009 | 15:19 Uhr |

Der Telekommunikationskonzern Vodafone steigt in den Markt für Handy-Applikationen ein. Vodafone arbeitet derzeit an einem eigenen Online-Store für mobile Anwendungen und will damit in Konkurrenz zu Apple, Nokia und Google treten.

Starten soll der App-Store voraussichtlich im Herbst dieses Jahres. Vodafone will sich externen Entwicklern öffnen und seine - vermutlich kostenpflichtige - Plattform für das Anbieten von Applikationen zur Verfügung stellen. Die Kosten für die einzelnen Anwendungen sollen in die Telefonrechnung der Kunden eingebunden werden. Vodafone wird 30 Prozent der jeweiligen Applikationen-Gebühr für sich einbehalten. Der App-Store wird auch in Deutschland zur Verfügung stehen. "Der Zugangspunkt, den wir mit JIL (Joint Innovation Lab) schaffen, wird zunächst in acht Ländern ausgerollt, darunter sind UK, Spanien, Italien, die Niederlande, Griechenland, Portugal, Irland und auch Deutschland. In den nächsten 18 Monate werden weitere Länder hinzukommen", erklärt Carmen Hillebrand, Pressesprecherin Vodafone Deutschland , auf Nachfrage von pressetext. Über die genauen Preise für die Applikationen könne das Unternehmen derzeit noch keine Aussagen treffen. Sicher ist jedoch, dass das Angebot nicht wie bei Apple oder Google auf spezielle Geräte beschränkt ist. "Die Vodafone Plattform ist Handymodell-übergreifend", sagt Hillebrand.

Vodafone zählt derzeit weltweit 289 Mio. Kunden. Durch die offene Plattform erhalten die Entwickler somit direkten Zugang zu einer enorm breiten potenziellen Abnehmerschaft. Einzige Voraussetzung ist die vorherige Absegnung der jeweiligen Applikation seitens des Telekommunikationsunternehmens. Vodafone will nach eigenen Angaben mit seinem App-Store unter anderem auch zur Beschleunigung bei der Vermarktung von neuen Produkten und Services für verschiedene Betriebssysteme und Handsets beitragen.

Vodafone signalisiert auch Interesse daran, letztlich Windows Mobile und Android in sein Angebot zu integrieren. Eher unwahrscheinlich ist es, dass iPhone-Nutzer Zugang zu der Plattform erhalten werden, da sich dies nur schwer mit Apples Zertifizierungsprozess vereinbaren ließe. (pte)

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