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Regulierer senkt die Terminierungsentgelte

Die Kosten für Handytelefonate werden in diesem Jahr weiter sinken. Die Bundesnetzagentur hat neue Terminierungsentgelte festgelegt, die deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Mobilfunkunternehmen kassieren diese Terminierungsentgelte von anderen Telekom-Anbietern, wenn bei ihren Kunden Anrufe aus Fremdnetzen eingehen. Die Höhe dieser Gebühren legt die Bundesnetzagentur jährlich fest. Sie lagen bisher bei 7,92 Cent pro Minute für T-Mobile und Vodafone und 8,8 Cent für E-Plus und o2.

Seit Anfang April dürfen T-Mobile und Vodafone nur noch 6,59 Cent pro Minute für die Durchleitung verlangen, E-Plus und o2 nur noch 7,14 Cent die Minute. Die neuen Entgelte liegen damit für T-Mobile und Vodafone um gut 16 Prozent niedriger. Für E-Plus und O2 fallen sie sogar um knapp 19 Prozent. Die neuen Gebühren gelten bis zum 30. November 2010.

Mit dieser Entscheidung hat die Bundesnetzagentur die Terminierungspreise deutlich stärker gesenkt, als im Feburar angekündigt. Damals plante die Behörde nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus, die Entgelte um 10 Prozent zu senken. Die Mobilfunkanbieter mit Ausnahme des Billig-Anbieters E-Plus - hatten dagegen eine Erhöhung der Preise für die Durchleitung von Gesprächen beantragt. o2 fordert sogar fast eine Verdopplung.

"Die heute ergangenen Entgeltentscheidungen im Festnetz und im Mobilfunkbereich sorgen für stabile und berechenbare Rahmenbedingungen im deutschen Telekommunikationsmarkt und ermöglichen auch in Zukunft Investitionen in moderne Infrastruktur," so Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth. Als Grund für die deutliche Senkung gibt er die stark gestiegenen Verkehrsmengen in den Mobilfunknetzen an. Diese für den Mobilfunk erfreuliche Entwicklung zeigt, dass mobile Sprach- und Datendienste erheblich stärker als bisher genutzt werden. Dies führt bei einer stabilen Kostensituation und effizienten Netzen zu geringeren Minutenpreisen."

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