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Orange startet Lockangebote für Handywerbung

26.07.2009 | 14:56 Uhr |

Der Mobilfunkkonzern Orange will mit einer breit angelegten Promotionskampagne in Großbritannien die Entwicklung im Bereich der Handywerbung vorantreiben. Um dieses ambitionierte Ziel erreichen zu können, setzt das Kommunikationsunternehmen vor allem auf die Schlüsselzielgruppe der 16- bis 24-Jährigen.

Diese sollen mithilfe von speziellen Lockangeboten wie kostenlosen Musikdownloads, Paketen mit Freiminuten oder Gratis-SMS dazu überredet werden, sich bestimmte Werbebotschaften auf das eigene Mobiltelefon schicken zu lassen. "Die Kunden dafür zu gewinnen, dass sie Werbebotschaften auf ihrem Handy empfangen, ist sicherlich eine gewisse Herausforderung. In diesem Zusammenhang ist es deshalb besonders wichtig, für einen nötigen Anreiz zu sorgen und die Häufigkeit und Inhalte der Werbebotschaften sehr genau und vorsichtig auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen abzustimmen", erklärt Jürgen Pillinger, Mitarbeiter im Bereich New Business Development im Project Office von Orange Austria , auf Anfrage von pressetext.

Was die Entwicklung im Mobile-Advertising-Sektor betrifft, stecke die Branche zurzeit noch eher in der Anfangsphase. Die Mobilfunkbetreiber würden sich aber zunehmend dafür engagieren, sich in das Thema einzuarbeiten. "Da das Handy mittlerweile zum ständigen Begleiter der Menschen geworden ist, kommt ihm als Werbeträger ein ungemein großes Potenzial zu. Für Werbetreibende bietet es zudem die Möglichkeit, zielgerichtet bestimmte Zielgruppen anzusprechen und so unangenehm kostspielige Streuverluste zu minimieren", stellt Pillinger fest. In Österreich, das in puncto Mobilfunk eine internationale Vorreiterrolle einnehme, habe sich die Handywerbung aber bislang noch nicht auf dem Markt etablieren können. "Die Entwicklung ist insgesamt gesehen sehr unterschiedlich und hängt stark von den jeweiligen länderspezifischen Marktbedingungen ab. Wir sind aber davon überzeugt, dass in diesem Bereich noch sehr viel Zukunftspotenzial steckt", ergänzt Pillinger.

Derzeit sei man gerade dabei, die für die Durchführung derartiger mobiler Werbeaktionen notwendige technische Infrastruktur zu schaffen und zu prüfen, welche Interessen und Wünsche die Kunden in dieser Hinsicht haben. "Man darf hier auf keinen Fall den Fehler machen und den Mobilfunknutzer mit für ihn uninteressanten Spambotschaften bombardieren, sondern sollte versuchen, ihm möglichst nur relevante Informationen zukommen zu lassen", betont Pillinger. Handywerbung sollte dem Orange-Mitarbeiter zufolge aber keinesfalls ohne die ausdrückliche Zustimmung des betroffenen Users verschickt werden. "Ein Opt-in-Ansatz, der die persönliche Einwilligung des Kunden voraussetzt, ist für das Versenden von mobiler Werbung die Grundvoraussetzung. In Österreich gibt es hier sehr genaue rechtliche Vorgaben, an die sich die Mobilfunkbetreiber zu halten haben", so Pillinger abschließend. (pte)

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