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Nokia-Tochter Navteq kauft TMCpro-Macher T-Systems Traffic

Nokia-Tochter und Kartenspezialist Navteq kauft den TMCpro-Macher T-Systems Traffic. Mit der Übernahme möchte das Unternehmen die Stauvorhersage in seinen Produkten verbessern. T-Systems Traffic nutzt anonymisierte Bewegungsdaten von 34 Millionen Handys, um Staus zu erkennen.

Der Kartenspezialist Navteq kauft T-Systems Traffic , das Verkehrstelematikgeschäft der Deutschen Telekom . Navteq, seit diesem Jahr ein Tochterunternehmen von Nokia , möchte mit der Übernahme bessere Verkehrsservices in seine Produkte integrieren und verspricht sich einen besseren Zugang zum europäischen Markt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. T-Traffic, vor allem durch den Stauwarndienst TMCpro bekannt, hat erst kürzlich eine Kooperation mit T-Mobile bekannt gegeben. Das Unternehmen nutzt seitdem zusätzlich zu in den Straßen eingelassenen Messschleifen und an Brücken montierten Sensoren die Bewegungsdaten von den Handys aller 34,5 Millionen T-Mobile-Kunden zur Verbesserung der Stauvorhersage. Mit den Handydaten ist es dem Unternehmen auch möglich, Staus auf kleinen Straßen abseits der großen Autobahnen und Fernverkehrsstraßen zu erkennen.

Tele Atlas , der einzige Konkurrent von Navteq im Karten-Geschäft, hat mit dem Dienst HD-Traffic seiner Mutterfirma TomTom eine vergleichbare Stauvorhersage im Angebot. Die Verkehrsdaten stammen vom zweitgrößten deutschen Netzbetreiber Vodafone . Nokia hat am 10. November ein ähnliches Projekt in den USA gestartet. Zusammen mit der University of California in Berkeley rief der Handyhersteller das Projekt Mobile Millennium ins Leben. Mit Hilfe GPS-fähiger Handys sollen die Bewegungsdaten von Autofahrern erfasst und in Form von Verkehrsinformationen in Echtzeit an alle anderen Mitglieder geschickt werden. So wissen sie schon vor der Fahrt zur Arbeit, welche Straßen am Montag Morgen um 9 Uhr verstopft sind. Das Projekt soll vier bis sechs Monate dauern.

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