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Smartphones boomen, klassische Handys verlieren

19.05.2010 | 10:56 Uhr |

Moderne Smartphone-Betriebssysteme wie iPhone und vor allem Android gewinnen massiv Marktanteile, klassische OS wie Symbian verlieren – das ist das Ergebnis der jüngsten Analysen der Marktforscher von Gartner.

Android ist hipp
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Im ersten Quartal 2010 wurden rund um den Globus 314,7 Millionen Mobiltelefone an Endkunden verkauft. Das sind 17 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahreszeitraum 1/2009, wie Gartner heute mitteilte. Davon waren 54,3 Millionen Exemplare keine einfachen Handys sondern mehr oder weniger hochgerüstete Smartphones. Der Smartphonverkauf legte damit überdurchschnittlich um 48,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2009 zu.

Marktanteile bestimmter Hersteller:
Von dem Smartphone-Boom profitieren zwangsläufig Handy-Hersteller, die sich auf Smartphones spezialisiert haben. Also RIM mit seinen Blackberrys (der Marktanteil von RIM am Gesamt-Handy-Markt wuchs von 2,7 Prozent 1/2009 auf 3,4 Prozent 1/2010), aber besonders auch Apple (Marktanteil: 2,7 Prozent 1/2010 - 1,5 Prozent 1/2009) und die Android-Familie. Android legte vor allem in den USA im ersten Quartal 2010 massiv zu, wo Android zum Vorjahreszeitraum um satte 707 Prozent hinzugewann.

Marktanteile innerhalb der Smartphone-Familie:
Die Marktanteile der Handy-Betriebssystem stellten sich im ersten Quartal 2010 folgermaßen dar: Der Klassiker Symbian liegt zwar nach wie vor deutlich in Front, es musste aber einen Rückgang von 48,8 Prozent auf 44,3 Prozent hinnehmen. Research in Motion RIM legte zwar mit Blick auf den Gesamthandymarkt zu, verlor aber innerhalb der Smartphone-OS-Anteile leicht von 20,6 auf 19,4 Prozent.

Die Zahlen von Gartner
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iPhone gewann deutlich von 10.5 auf 15,4 Prozent. Android galoppierte förmlich nach vorne: Hatte das Google-Smartphone-OS im ersten Quartal 2009 gerade einmal 1,6 Prozent Marktanteil, so behauptete es im ersten Quartal 2010 bereits 9,6 Prozent vom Smartphonekuchen für sich. Windows Mobile setzte dagegen seine Talfahrt vor: Von 10,2 Prozent auf 6,8 Prozent. Linux wird durch seinen Artverwandten Android offensichtlich kannibalisiert: Von 7 Prozent rutschte sein Marktanteil auf 3,7 Prozent.

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