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Studie: Mobilfunk schadet Kindern nicht

13.01.2009 | 15:17 Uhr |

Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat keine akute Verbindung zwischen Mobilfunkstrahlung und der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen festgestellt.

In einer Studie hat die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München versucht, einen Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen herzustellen. Dazu wurden 3.000 Heranwachsende ab acht Jahren über 24 Stunden mit einem Dosimeter ausgestattet und zu ihrem Wohlbefinden befragt. Insbesondere das Auftreten von beispielsweise Kopfschmerzen, Gereiztheit, Müdigkeit , Konzentrationsproblemen sowie Einschlafschwierigkeiten wurden abgefragt. Der Gesundheitszustand der vergangenen sechs Monate wurde ebenfalls berücksichtigt.

Die „MobilEe"-Studie kommt zu dem Schluss, das ein akuter Zusammenhang zwischen den elektromagnetischen Mobilfunkfeldern und den abgefragten Befindlichkeitsstörungen nicht herzustellen ist. Dies gilt für Mobilfunknetze inklusive UMTS sowie DECT-Telefone und WLAN. Insgesamt lag die gemessene Strahlungsdosis deutlichst unter den gültigen Grenzwerten: Im Mittel wurden weniger als 0,2 Prozent des Grenzwertes registriert. Die Forscher betonten allerdings, dass die Studie keine Aussage zur Langzeitwirkung des Mobilfunks auf Kinder und Jugendliche treffe. Das Bundesamt für Strahlenschutz, das die Studie in Auftrag gegeben hatte, rät daher nach wie vor zum vorsichtigen Umgang mit Funktechniken im Umfeld von Kindern.

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