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IBM zielt auf afrikanischen Markt

20.09.2010 | 06:00 Uhr |

Ein verbessertes Mobilfunk-Netzwerk für 16 afrikanische Nationen - mit dem Auftrag des indischen Mobilfunkanbieters Bhart Airtel dafür die technologischen Vorrausetzungen zu liefern - hat IBM erneut großes Engagement auf dem afrikanischen Kontinent gezeigt, berichtet die New York Times. Der Vertrag soll über zehn Jahre laufen und nach Schätzungen über 1,5 Mrd. Dollar wert sein. Während dieser Zeit wird IBM von Kundenservice bis zu Hardware und Software und Multimedia-Diensten sämtliche Aufgaben für Bhart Airtel übernehmen. Der Auftrag ist jedoch nur das jüngste Beispiel für IBMs großangelegte Afrika-Strategie.

Zwar sei IBM bereits seit fünfzig Jahren auf dem Kontinent präsent, Investments von 300 Mio. Dollar in den vergangenen fünf Jahren, hätten jedoch gezeigt, dass das Unternehmen nun deutlich expandieren möchte. "Das ist ein riesiger Schritt nach vorne für IBM in einem Markt, den wir für den nächsten wichtigen Wachstumsmarkt halten", so Bruno Di Leo, zuständig für Wachstumsmärkte bei IBM. Auch unabhängige Analysten sehen großes Potenzial in Afrika. IBM sei es gelungen, erneut von Anfang an dabei zu sein, so Frank Gens von IDC http://www.idc.com .

Bis 2015 sollen die Einnahmen aus den Wachstumsmärkten, allen voran Brasilien, Russland, Indien und China, von aktuell 19 auf 25 Prozent steigen, lautet die Zielsetzung des Unternehmens. Das entspricht zusätzlichen Umsätzen von einer Mrd. Dollar jedes Jahr. Dabei konzentriert sich IBM darauf, in den jeweils wichtigsten Wirtschaftsbereichen Fuss zu fassen: Telekommunikation, Banken, Verkehr, Gesundsheitsvorsorge und Energie.

(pte)

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