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EU gibt neue Frequenzen für UMTS frei

28.07.2009 | 14:56 Uhr |

Mit der Zustimmung des EU-Ministerrat am Montag ist nun der Weg frei für die Nutzung von UMTS im Frequenzband von 900 Megahertz.

Bisher erlaubte die europäische Rechtsvorschrift nur die Nutzung von GSM auf dieser Frequenz. Die Neuregelung ermöglicht eine schnellere Versorgung von ländlichen Gebieten mit Breitband. Durch die niedrige Frequenz können Basisstationen auf der 900er Frequenz ein viermal so großes Gebiet abdecken, wie ein Funkmast, der im bisher üblichen Spektrum von 2100 Megahertz funkt.

Die GSM-Richtlinie von 1987 reserviert einen Teil des 900-Megahertz-Bands ausschließlich für GSM-Systeme, wie Mobilfunk-Telefone. Die neugefasste Richtlinie erlaubt nun die Nutzung der Frequenz auch für die Bereitstellung schnellerer europaweiter Dienste wie mobiles Internet, ohne aber den Fortbestand der GSM-Dienste in Frage zu stellen. Die EU erwartet Einsparungen bei den Mobilfunkanbietern von bis zu 1,6 Milliarden Euro. Die geänderte Richtlinie wird voraussichtlich im kommenden Oktober in Kraft treten.

"Die GSM-Norm stammt aus Europa und war ein großer europäischer Erfolg. Mit der Aktualisierung der GSM-Richtlinie ebnet die EU den Weg für eine neue Generation von Diensten und Technologien, bei denen Europa die weltweite Führung übernehmen kann," sagte die für die Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. "Die Reform wird Hindernisse für die Betreiber beseitigen, damit diese im GSM-Band neue Technologien zum Aufbau extrem schneller mobiler Breitbanddienste einsetzen können. Davon erhoffen wir uns willkommene Impulse für die drahtlose Wirtschaft in Europa und für das Entstehen eines digitalen Europas."

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