Mobile Malware

Android-Schädlinge stehlen Ihr Geld

Donnerstag, 13.12.2012 | 16:04 von Frank Ziemann
Infektionsrisiko in Europa und Nordamerika
Vergrößern Infektionsrisiko in Europa und Nordamerika
© Bitdefender
Während es asiatische Android-Nutzer mit aggressiver Adware zu tun haben, werden Europäer und Amerikaner durch Malware um ihr Geld erleichtert. Die Zahl infizierter Androiden ist gegenüber dem ersten Halbjahr stark angewachsen.
Der Antivirushersteller Bitdefender hat neue Ergebnisse seiner seit Anfang dieses Jahres laufenden Untersuchung der auf Android-Geräten verbreiteten Schädlinge vorgelegt. Demnach sind Android-Nutzer in Europa und Nordamerika vor allem Opfer solcher Trojanischen Pferde, die es auf das Bankkonto der Smartphone- und Tablet-Besitzer angesehen haben. In Asien herrscht hingegen teils recht aggressive Adware vor.

Das Risiko, sein Android-Gerät mit das Konto plündernder Malware zu infizieren, ist besonders in den USA recht hoch. Die Amerikaner machen etwa 16 Prozent der Opfer solcher Schädlinge aus. Knapp dahinter folgen die Franzosen und Rumänen mit jeweils 15 Prozent. Großbritannien (10 Prozent) und Deutschland (9 Prozent) komplettieren die Top 5. Insgesamt macht Geld stehlende Malware fast 65 Prozent der Infektionen in Europa und Nordamerika aus.

In Asien ist vor allem Adware verbreitet. Vor dort kommen etwa 50 Prozent der weltweit gemeldeten Vorfälle mit aggressiver Werbe-Software. Dabei entfallen allein 53 Prozent der in Asien entdeckten Adware auf Indien. Adware auf Mobilgeräten kann etwa die Startseite manipulieren, Lesezeichen verändern und nervt vor allem mit aggressiven Werbeeinblendungen. Dies belastet System-Ressourcen und verringert die Akkulaufzeit.

In der zweiten Jahreshälfte haben die entdeckten Infektionen mit Malware und Adware gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um fast 300 Prozent zugenommen. Für 2013 erwarten Bitdefenders Malware-Forscher einen weiteren starken Zuwachs bei mobiler Malware, der sich zumindest proportional zur Zahl der Android-Nutzer entwickeln wird.

Donnerstag, 13.12.2012 | 16:04 von Frank Ziemann
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • ohmotzky 13:22 | 14.12.2012

    Am gefährlichsten für den Geldbeutel sind die Antivirentools Hersteller.

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  • consulting 12:35 | 14.12.2012

    Bewusstsein schärfen

    Das ist den meisten Android-Benutzern überhaupt nicht klar: Wie erheblich die Gefährdung des Android Systems ist! Das System gibt sich so smart und elegant nutzbar. Werbefensterchen hier und da und recht unauffällig und doch oft verlockend. Nicht nur DAUs gucken "mal eben" nach... - und schon ist es passiert. Es ist ja auch so furchtbar leicht, mal etwas zum Ausprobieren zu installieren und es dann wieder zu deinstallieren. Und schwupps hat man sich etwas eingehandelt. Da hilft es auch nicht immer, wenn man z.B. ausschließlich über den Google-Play-Store bezieht. Nebenbei: Nicht gerade förderlich ist es aber, wenn z.B. Publikationen dazu verführen, Android zu "hacken", das Gerät eigenmächtig zu "rooten", und mittels dafür empfohlener (namhaft gemachter) Software dem Besitzer gewissermaßen einen besondere "Macht" über das System zu verschaffen.

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