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Preise für DVB-H veröffentlicht

Wie der Evangelische Presse Dienst mitteilt, plant der HandyTV-Anbieter Mobile 3.0 bis zu 15 Fernseh- und vier Radioprogramme zu einem Paket zu schnüren, die Preise liegen laut Medienanstalten zwischen 5 und 10 Euro im Monat.

Mobiles Fernsehen via DVB-H könnte für den deutschen Verbraucher ein teures Vergnügen werden. Fünf bis zehn Euro muss der Nutzer voraussichtlich pro Monat für das Fernsehen auf dem Handy bezahlen. Das geht aus einem Papier der Landesmedienanstalten hervor, das jetzt der Nachrichtenagentur Evangelischer Presse Dienst (epd) vorliegt. Demnach wolle Mobile 3.0 insgesamt 15 Fernseh- und 4 Radioprogramme, die zum Teil verschlüsselt werden, in einem Paket bündeln und dieses Vermarktern wie Telekommunikationsanbietern oder Herstellern von Navigationsgeräten anbieten. Zudem möchte der Medienzusammenschluss aus Burda/Holtzbrinck und Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) das Sendenetz selbst finanzieren, was nach Meinung der Landesmedienanstalten den Marktstart von DVB-H verzögert.

Laut dem epd-Bericht plant Mobile 3.0 ein Basispaket mit acht Fernsehprogrammen zu schnüren und dieses für 4,95 Euro pro Monat den Nutzern anzubieten. Das Komplettpaket mit 15 Sendern läge bei monatlich 10 Euro, wovon etwa die Hälfte in den Kassen der Vermittler landet. Der Einkaufspreis für die Telekommunikationsanbieter beträgt den Angaben zufolge 5,06 Euro. Zum Vergleich: Das von MFD angebotene Handyfernsehen watcha besteht aus fünf Fernsehkanälen und einem Radioprogramm und ist für rund 5 Euro bei mobilcom oder für 8,95 Euro bei simply erhältlich.

Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten hatte am 16. Oktober beschlossen, dem HandyTV-Spezialisten Mobile 3.0 bei der Vergabe von Lizenzen für DVB-H-Fernsehen zu bevorzugen. Die endgültige Entscheidung treffen jedoch die Landesmedienanstalten der einzelnen Bundesländer. Eine Abweichung von der Empfehlung der Gesamtkonferenz gelte laut epd als unwahrscheinlich.

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