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Neuer Handy-Wurm geht um

24.01.2008 | 08:27 Uhr |

Antivirus-Hersteller warnen vor einem neuen Wurm, der sich auf Mobiltelefonen mit dem Betriebssystem SymbianOS tummelt. Er verbreitet sich mit Hilfe der MMS-Funktionen.

Mobile Malware, die sich speziell auf Smartphones ausbreitet, gilt immer noch als exotisch und die Gefahr wird von Handy-Nutzern wenig beachtet. Neben den bereits seit längerer hartnäckig im Umlauf befindlichen Varianten des Schädlings "Commwarrior" ist nun ein weiterer Wurm namens "Beselo" entdeckt worden, der ein gewisse Verbreitung erlangt hat. Er befällt Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Symbian S60 2nd Edition, so etwa eine Reihe von Nokia-Geräten. Er nutzt die MMS-Funktionen, um sich von einem Handy zum nächsten zu senden.

Der finnische Antivirus-Hersteller F-Secure warnt im Weblog seiner Malware-Forscher vor dem Schädling "SymbianOS/Beselo", der dem schon länger bekannten "Commwarrior" recht ähnlich sein soll. Im Gegensatz zu diesem benutzt Beselo jedoch nicht die übliche Dateiendung "SIS", die bei SymbianOS für Installationsarchive üblich ist.

Vielmehr verwendet Besolo Dateiendungen, die für Multimedia-Dateien typisch sind, etwa ".mp3" oder ".jpg". Während bei Windows die Dateiendung den Dateityp und die dazu passende Anwendung bestimmt, spielt sie bei SymbianOS nur eine untergeordnete Rolle. Eine vermeintliche Musik- oder Bilddatei kann also sehr wohl ein ausführbares Programm enthalten oder eben auch eine SIS-Datei.

F-Secure hat festgestellt, dass sich Besolo mit dem Text "Photo" und verschiedenen Dateinamen wie "beauty.jpg", "sex.mp3" und "love.rm" mittels MMS (Multimedia Messaging Service) verbreitet. Wenn Sie also unerwartet eine MMS mit einer Musik-, Bild- oder Video-Datei erhalten, seien Sie misstrauisch. Beantworten Sie Rückfragen des Betriebssystems im Zweifelsfall besser mit "Nein", sonst wird womöglich ein Handy-Wurm installiert. Fragen Sie beim Absender nach, ob er Ihnen etwas geschickt hat und worum es sich dabei handelt.

Besolo verschickt Kopien von sich per MMS an Einträge im Telefonbuch, auch mehrfach. Er kann sich jedoch auch via Bluetooth verbreiten. Ferner überwacht er, ob eine MMC-Speicherkarte eingelegt wird und kopiert sich darauf. Wird die verseuchte Karte in ein anderes, kompatibles Handy eingelegt, installiert sich der Wurm automatisch auch darauf.

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