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Intel kauft britischen Linux-Spezialisten

Durch die Übernahme des britischen Linux-Herstellers Opened Hand bekundet Intel erneut ihr Interesse an Linux als Betriebssystem für mobile Geräte.

Bereits letzten Monat hatte das Marktforschungsunternehmen ABI Research prophezeit, dass Linux den Löwenanteil im Bereich der mobilen Internet-Geräte für sich beanspruchen wird. Damit sind Geräte gemeint, die größer als ein Smartphone und kleiner als ein Notebook sind. Intel investiert schon länger in diesem Segment. Zu diesem Zweck setzte der Chip-Gigant zuletzt das Linux-Projekt Moblin auf.

In einer Mitteilung auf der Website von Opened Hand freut sich nun das Unternehmen "auf die Kooperation" mit Intel. Das Team von Opend Hand werde das Intel Open Source Technology Centre verstärken und sich auf die Entwicklung der Software-Plattform Moblin konzentrieren, einer für Inels 'Atom'-Prozessor optimierten Version der Software.

Für Rob Bamforth, Principal Analyst beim Marktforschungshaus Quocirca, ist diese Übernahme ein Berweis für Intels Interesse an Linux als mobile Plattform. "Wir haben gesehen, dass vor einigen Monaten Nokia den Hersteller Trolltech übernommen hat, und das ist ein Zeichen dafür, dass das Segment der mobilen Geräte nicht so klar vertreilt ist wie der PC-Bereich", sagte Bamforth. Es gebe weites Produktspektrum und es werde momentan noch etwas diverser. Zudem hält der Analyst die Übernahme als einen Weg für Intel, seine Optionen in alle Richtungen offen zu halten. (jm)

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