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Neuer Microsoft Server konfiguriert Smartphones über das Mobilfunknetz

Der neue Microsoft System Center Mobile Device Manager 2008 konfiguriert Smartphones mit Windows Mobile zentral über das Mobilfunknetz. Die IT-Abteilung eines Unternehmens kann alle mobilen Endgeräte von einem PC aus steuern.

Microsoft hat eine neue Server-Lösung vorgestellt, mit der Unternehmen ihr Smartphones mit Windows Mobile über das Mobilfunknetz konfigurieren können. Mit dem System Center Mobile Device Manager 2008 kann beispielsweise ein Software-Update durch Funkübertragung auf alle mobilen Geräte im Unternehmen gespielt werden, ohne dass die physische Anbindung an das Netzwerk nötig ist. Über eine neue mobile VPN-Lösung wird der Zugriff auf Unternehmensdaten besser abgesichert. "Wir kombinieren unsere Expertise in den Themenfeldern Server, Betriebssystem und Services", sagte Microsofts CEO Steve Ballmer bei der Vorstellung der Lösung auf der CTIA Wireless IT & Entertainment Conference in San Francisco. "Damit unterstützen wir Windows Mobile basierte Mobiltelefone, die sowohl beruflich als auch privat genutzt werden können."

Wichtige Partner von Microsoft in den USA und Europa werden den neuen Server mit passenden Endgeräten unterstützen. Neue Smartphones oder Updates für bereits gekaufte Geräte werden zu Beginn des zweiten Quartals 2008 von Herstellern wie Hewlett Packard, HTC, i-mate, Intermec, Motorola, Palm und Samsung erwartet. Bisher lassen sich Smartphones mit Windows Mobile nur über Microsofts Exchange Server zentral verwalten, was ziemlich kompliziert ist. Mit der neuen Software kann der Anwender sein Endgerät auch dann fernwarten, wenn er kein Exchange verwendet und beispielsweise auf Notes Domino als elektronische Kommunikationsplattform setzt. Der System Center Mobile Device Manager 2008 lässt sich sowohl gemeinsam mit Exchange oder auch als eigenständige Lösung einsetzen.

Durch den System Center Mobile Device Manager kann die IT-Abteilung alle im Unternehmen befindlichen Endgeräte über ein einziges Fenster verwalten. Der Nutzer muss lediglich die SIM-Karte in sein Smartphone einlegen sowie seinen Nutzernamen und ein Passwort eingeben. Den Rest der Konfiguration erledigt der IT-Support über das Mobilfunknetz. Beispielsweise können sie Richtlinien für Benutzergruppen durchsetzen und bestimmten Anwendern die Nutzung von SMS und MMS auf dem Handy verbieten oder die Kamera abschalten. Auch die Installation von Fremdanwendungen kann verboten werden, ähnlich wie auf einem Windows-PC ohne Administratorrechte. Der Mobile Device Manager arbeitet mit einer Verschlüsselung direkt auf dem Telefon, um die abgespeicherten E-Mails und Dokumente vor Fremden zu schützen. Wenn ein Gerät gestohlen wird, kann der Administrator mit einem Tastenklick sämtliche Firmendaten darauf löschen, sobald das Handy mit einem WLAN oder dem Mobilfunknetz verbunden ist.

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