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HSPA löst WLAN-Hotspots ab

12.03.2008 | 13:04 Uhr |

Ericsson-Manager Johan Bergendahl wettert gegen Wireless-LAN-Hotspots und sieht die mobile Breitband-Zukunft eher bei HSPA. Diese Technik ist heute schon in vielen Notebooks integriert.

Während einer Rede auf der European Computer Audit, Control and Security Conference , die am heutigen Mittwoch zu Ende geht, prophezeite Ericssons Chief Marketing Officer Bergendahl: "WLAN-Hotspots werden die Telefonzellen der Breitband-Ära". Speziell die mobile Breitbandtechnologie HSPA ist für Bergendahl für die Entwicklung Ausschlag gebend. Als Argument für die sinkende Bedeutung von WLAN-Hotspots führte der Manager an, dass mehr und mehr Notebooks bereits mit HSPA-Technologie ausgestattet würden. Zumindest für den Thinkpad-Hersteller Lenovo gilt dies mit Sicherheit. Er ist erst im Februar eine HSPA-Kooperation mit Ericsson eingegangen. Die mobile Breitbandtechnologie HSPA werde in einigen Jahren so verbreitet sein wie heute WLAN, gibt sich Bergendahl jedenfalls überzeugt. T-Mobile Deutschland hält dies auf Anfrage von pressetext für denkbar und betont, im deutschen UMTS-Netz HSPA-Technologien bereits umfangreich zu unterstützen und weiter zu verbessern.

Nordeuropa und Österreich dienten Bergendahl als Beispiele besonders hoher Verbreitung mobilen Breitbands. "In Schweden ist das beliebteste Telefon ein USB-Modem", meinte er. Der Preis eines Monatsabonnements liege in Schweden ebenso wie in Dänemark bei durchschnittlich 20 Euro. In Österreich bieten aktuell etwa A1, One und T-Mobile mobile Breitbandangebote zu diesem Preis. Für Österreich werde vorausgesagt, dass mobiles Breitband die Festnetzvariante in diesem Jahr überflügeln werde, so Bergendahl. In den Verkaufszahlen hat es das bereits 2007, geht aus Zahlen von Arthur D. Little ( ADL ) Austria hervor. Mehr als die Hälfte der neuen Breitbandanschlüsse waren mobil. Allerdings zeigte ADL auch auf, dass mobiles Breitband 2007 in Österreich mit fast 30 Prozent der Breitbandanschlüsse deutlich verbreiteter war als etwa in Deutschland (zwei Prozent der Anschlüsse).

Der Ericsson-CMO gab allerdings zu, dass es noch Herausforderungen gibt. Eine davon ist die Netzabdeckung von 3G-Technologien speziell in Innenräumen und ländlichen Gegenden. Auch die Kosten seien speziell für Geschäftsreisende ein Faktor. Das Problem internationaler Roaming-Gebühren müsse gelöst werden. T-Mobile betont, dass mit LTE (Long Term Evolution) bereits die nächste Mobilfunkgeneration in Entwicklung ist und gemeinsam mit Ericsson auf der diesjährigen CeBIT demonstriert wurde. "Der Schlüssel zum Erfolg der nächsten Mobilfunkgeneration liegt in der Einfachheit, mit der neue Bandbreitendimensionen zu attraktiven Preisen ermöglicht werden", meinte zu diesem Anlass Joachim Horn, CTO der T-Mobile International AG. Diese wesentlichen Aspekte sind also unabhängig davon, welcher Technologie die Zukunft wirklich gehören wird. (pte)

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