1289702

Nokia dementiert Verkauf an Microsoft

16.01.2012 | 12:12 Uhr |

In den Medien kam das Gerücht auf, dass Microsoft die Mobile-Sparte Nokias aufkaufen möchte. Doch CEO Stephen Elop setzt dem hatrnäckigen Gerücht ein für alle Mal ein Ende und dementiert offiziell etwaige Verkaufspläne.

Dass Microsoft versucht, sein mobiles Betriebssystem Windows Phone auf dem Markt zu etablieren, ist klar. Ein russischer Blogger ging vergangenen Mai sogar so weit und behauptete, dass der amerikanische Konzern sogar vorhabe Nokia aufzukaufen. Später revidierte er seine Aussage und bloggte, dass Microsoft letztendlich nur an der Smartphone-Sparte interessiert sei und sich die beiden Unternehmen bereits in Verhandlungen befänden. Schon in der ersten Jahreshälfte 2012 sollte die Übernahme unter Dach und Fach sein.

Verkaufsgerüchte von Nokia an Microsoft völlig haltlos

„Wie wir bereits erklärt haben sind die Gerüchte völlig aus der Luft gegriffen. Und einige Menschen, die es lieben Gerüchte zu streuen, geht anscheinend frisches Material aus, weshalb diese Thematik wieder aufzukommen scheint. Ich habe dazu nichts mehr zu sagen.“, so Nokia-Chef Stephen Elop in einem Interview mit dem amerikanischen PC Magazine . Des Weiteren erklärt er, dass ein Verkauf an Microsoft keinen Sinn mache, da Nokia viele Synergien über all seine Geschäftsbereiche besitze. Im Klartext: Einzelne Produktgruppen würden nicht mehr wettbewerbsfähig sein, sobald sie ausgegliedert würden.

Weitere Synergien lassen sich bei den Chipsätzen, Speicher und Displays finden. So arbeitet auch ein gemeinsames Team an standortbezogenen Diensten sowohl für Smartphones als auch für weitere Geräte. „Wir gewinnen [durch die Snyergien] umfangreiche Vorteile für das gesamte Portfolio an Geräten, die wir haben“, erklärt Stephen Elop.

Offensichtlich gibt es kein Rauch ohne Feuer und Microsoft verhandelt sicherlich mit Nokia über bestimmte Transaktionen. Doch keine der beiden Firmen befindet sich in einer endgültigen Entscheidungsphase. Jedoch braucht Microsoft wohl kaum eine Mobile-Sparte, die sich gerade auf dem Rückgang befindet und an Wirtschaftlichkeit verlieren würde, sobald die Trennung vom Mutter-Konzern erfolgt. Microsoft hat wohl außerdem aus den Tiefschlägen im mobilen Bereich gelernt (wie zum Beispiel mit dem Zune ) und weiß, dass vielleicht nur wenige Menschen ein Microsoft-Smartphone haben wollen.

Engere Zusammenarbeit von Nokia und Microsoft

0 Kommentare zu diesem Artikel
1289702