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Mit dem Hoverboard schweben wie Marty McFly

22.10.2014 | 12:28 Uhr |

Schweben "Zurück in die Zukunft"-Fans bald auf Wolke sieben? Ein Unternehmen will das Hoverboard bauen.

Die Zeit der Longboards könnte bald passé sein. Auf Kickstarter sammelt die Firma Hendo Hover Geld, um das Hoverboard Realität werden zu lassen. 

Wie in "Zurück in die Zukunft"

Im Kino-Klassiker „Zurück in die Zukunft 2“ aus dem Jahr 1985 reist Marty McFly 30 Jahre in die Zukunft und kommt genau am 21. Oktober 2015 an. In einigen Szenen benutzt er ein schwebendes Skateboard - ein Hoverboard - um seinen Verfolgern zu entwischen. Als Marketing-Gag will Hendo nun wirklich am 21. Oktober 2015 ein echtes Hoverboard auf den Markt bringen.

250.000 Dollar könnten einen Traum wahr machen

Damit das Hoverboard in Serie gehen kann, möchten Jill und Greg Henderson, mit ihrer Firma 250.000 Dollar über die Crowdfunding-Plattform sammeln. Von diesem Ziel sind sie schon 53 Tage vor dem Ende der Aktion nicht mehr weit entfernt.

Ob das blaue Licht in der fertigen Fassung so bleiben wird, ist noch nicht sicher.
Vergrößern Ob das blaue Licht in der fertigen Fassung so bleiben wird, ist noch nicht sicher.
© Hendo
Gut zu erkennen: Das Logo des Herstellers.
Vergrößern Gut zu erkennen: Das Logo des Herstellers.
© Hendo

So funktioniert das Hoverboard

Auf ihrer Webseite präsentieren die Entwickler auch schon einen Prototypen der tatsächlich über dem Boden schwebt. Allerdings benötigt das Board zum Schweben eine nicht eisenhaltige Metalloberfläche - zum Beispiel Kupfer oder Aluminium. Dazu sind an der Unterseite vier Motoren angebracht die spezielle Magnetfelder erzeugen, die das Hoverboard anheben. Der Prototyp soll schon bis zu 150 Kilogramm bewältigen können, das nächste Ziel sind 200 Kilogramm.

Das Hoverboard soll aber nicht das einzige Einsatzgebiet für die Magnetschwebetechnik bleiben. Hendo können sich vorstellen, dass die Technik auch in Fundamente erdbebengefährdeter Häuser Einzug findet, die im Ernstfall leicht angehoben, und durch die Erschütterungen nicht betroffen werden. Neuartige Züge mit der Hover-Technik sind auch vorstellbar.

Wie würden Sie Ihr Hoverboard schmücken?
Vergrößern Wie würden Sie Ihr Hoverboard schmücken?
© Hendo

Ein teurer Spaß

Der Kostenpunkt des Hoverboards liegt momentan bei 10.000 Dollar. Die Macher der Kickstarter-Kampagne hatten zehn der teuren Hoverboards im Gepäck - alle zehn waren schon am ersten Tag zu je 10.000 Dollar vergriffen. Um die Technik preislich für die breite Masse interessant zu machen, bietet Hendo ein „Whitebox Developer Kit“ für 299 Dollar an. Eine kleine weiße Box, die wie das Board, vier Motoren enthält. Die Akkus sollen die Kiste bis zu 15 Minuten über entsprechende Oberflächen gleiten lassen. Die Whitebox+ für 899 Dollar kann sogar per Smartphone-App gesteuert werden.

Das die Entwickler die 250.000 Dollar zusammenbekommen, steht nach dem Ansturm auf das Kickstarter-Projekt außer Frage. Viel wichtiger ist, dass auch ein praxistaugliches Endprodukt dabei herauskommt. Vielleicht erinnern Sie sich noch an das Werbevideo von „HUVrTech“ das im März 2014 die Runde machte und sich als Fake herausstellte. Die damalige Firmenseite samt sehr gut gemachtem Video ist noch zu erreichen.

Der Prototyp ist diesmal zumindest echt, sagen zumindest die Reporter der „New York Times“ und von „Engadget“, die sich vor Ort überzeugt haben wollen. Wir behalten das Projekt für Sie im Auge.

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