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Mit Windows Vista ran an die Spiele-Freaks

13.02.2006 | 16:59 Uhr |

Windows Vista soll nicht nur den Büro- und Multimedia-Bereich bedienen, auch Daddlern will man mit dem OS entgegenkommen.

Auf der CES in Las Vegas ließ Microsoft bereits durchblicken, dass das Unternehmen bei der Konzeption von Windows Vista auch an Daddler denkt. Damals zeigte Group Product Manager Aaron Woodman beispielsweise, wie Eltern den Zugriff ihrer Kinder auf Spiele regeln können. So können Sie bestimmen, ob mit einem bestimmten Rating (Alterseinstufung) versehene Spiele von Ihren Kindern benutzt werden dürfen oder nicht ( wir berichteten ). Nun kommen aus einer weiteren Ecke bei Microsoft Infos dazu, wie die Softwareschmiede mit Ideen rund um das kommende OS auf Spieler zugehen möchte.

Auf der so genannten DICE 2006 , einem von der "Academy of Interactive Arts and Science"s ausgerichteten Treffen, trat kein geringer als Peter Moore, seines Zeichens Corporate Vice President of the Interactive Entertainment Business in the Entertainment and Devices Division of Microsoft Corp., auf. Sein Thema war The Changing World of PC Games .

Dabei kam eine interessante Palette an Ideen ans Licht, die Microsoft im Zuge von Vista umsetzen will, wie einem Bericht der englischsprachige Spiele-Site Gamespy zu entnehmen ist. So will Microsoft beispielsweise dafür sorgen, dass das Aussehen von Spieleboxen mehr oder minder standardisiert wird. Ähnlich wie bei Spielen für die Xbox, die alle im selben Design aufwarten. Ziel der Maßnahme ist es, das Einkaufserlebnis der Anwender attraktiver zu gestalten.

Ein weiterer Ansatzpunkt im Zuge der Einführung von Vista wird auch das Online-Spiele-Erlebnis sein. Microsoft will diesen Bereich ebenfalls in ein wenig geordnetere Bahnen lenken. Einfacher und müheloser sollen Nutzer sich ins Online-Spiel stürzen können, auch hier wird als Vorbild die Xbox beziehungsweise der anhängige Online-Dienst Xbox Live genannt.

Auf die Grafikmöglichkeiten des neuen Systems ging Microsoft bereits auf der CES anhand von Ausschnitten aus dem kommenden Flight Simulator näher ein - angefangen von Wasser-Reflektionen bis hin zum Detailgrad am Hubschrauber. Und diese Möglichkeiten sollen beim kommenden OS besser genutzt werden als bei etwaigen Vorgängern: Programmierer sollen bessere Tools an die Hand bekommen, um die Features auszunutzen.

Microsoft wird laut Moore auch die stellenweise ungeschickt wirkenden Installationen von Spielen unter die Lupe nehmen. Was man sich darunter genau vorzustellen hat, ließ der Microsoft Vize Präsident für Interactive Entertainment laut Gamespy leider offen, dort solle aber "aufgeräumt" werden wie er bekräftigte.

Und dass man bei Spielen selbst ebenfalls daran arbeitet, Vista zu fördern - die Aufbereitung von Halo 2 ( wir berichteten ) lässt diesen Schluss jedenfalls zu - passt gut ins Gesamtbild: Microsoft will das "Erlebniss" Vista durch entsprechende Förderungsmaßnahmen steigern.

Halo 2 kommt für den PC - aber nur für Windows Vista

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