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Mit Verspätung: Sun und Fujitsu stellen gemeinsam entwickelte Sparc-Systeme vor

13.04.2007 | 11:42 Uhr |

Am Dienstag soll es endlich soweit sein: Sun und Fujitsu zeigen in New York die neuen Sparc-Server, die aus der Gemeinschaftsentwicklung "Advanced Product Line" (APL) stammen.

Die Idee, die teure Chipentwickelung auf zwei Schultern zu verteilen, stammt aus dem Jahr 2003. Damals schraubte IBM mit den Risc-Prozessoren vom Typ "Power 4" die Leistungswerte nach oben und Sun mit den hauseigenen Sparc-Chips drohte sogar hinter Intels "Itanium" zurückzubleiben. Fujitsu hatte sich - auch wegen der eigenen Mainframe-Linie - auf das Highend der Sparc-Prozessoren konzentriert und mit dem "Sparc64 VI" eine Dual-Core-CPU im Köcher. Dieser Chip sollte als Version "Olympus-C" auch als Basis für das APL-Produkt dienen.

Die beiden Sparc-Hersteller verkündeten ihre Kooperation im Juni 2004 und kündigten das erste APL-Produkt für Mitte 2006 an. Sowohl Suns "Sun-Fire"-Server als auch die "Primepower"-Rechner von Fujitsu sollten mit dem APL-Chip ausgestattet werden. Die zweite Basis für die gemeinsamen Server bildet Suns "Sparc T1"-Prozessor (Codename: Niagara) . Weder Sun noch Fujitsu wollten im Vorfeld Gründe für die Verzögerung bei der Entwicklung nennen. Es bleibt abzuwarten, wie stark das Interesse an den arg verspäteten APL-Servern sein wird, denn bereits im kommenden Jahr will Sun den Multi-Core-Chip "Rock " auf den Markt bringen. (kk)

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