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Mit Sudoku in die Adware-Falle gelockt

11.04.2006 | 16:49 Uhr |

Mit einer Download-Version eines beliebten Spiels wird auch Adware installiert.

In den Schmuddelecken des Web lauern immer wieder auch scheinbar verlockende Angebote, die Besucher solcher Seiten besser ignorieren sollten. So wird etwa auf verschiedenen Websites ein Sudoku-Spiel angeboten, das auch Adware enthält. Der spanische Antivirus-Hersteller Panda Software berichtet, dass zum Beispiel über Erotikseiten oft auch Adware und Spyware eingeschleust wird, die persönliche Informationen ausspionieren soll.

Zum Teil werden die schädlichen Programme über Sicherheitslücken im Browser eingeschmuggelt, in anderen Fällen sind angebotene Downloads mit Adware und Spyware verseucht. So locken verschiedene Seiten mit einer herunterladbaren Version des beliebten Knobelspiels Sudoku. Teilweise wird das Programm auch automatisch installiert, ohne dass der Besucher der Website zunächst davon erfährt. Das von Panda als " Yazzle Sudoku " bezeichnete Programmpaket enthält auch Adware.

Der Haken an der Sache ist recht leicht zu bemerken, denn beim Start des Programms wird eine Abfrage eingeblendet. Darin wird dem Benutzer mitgeteilt, dass dieses Spiel werbefinanziert ("ad supported") ist. Nur wer der Installation der "erforderlichen Komponenten" (der Adware) zustimmt, erhält auch Zugriff auf das Spiel. Wer nicht zustimmt, kann nicht Sudoku spielen, bleibt jedoch auch von der Adware verschont.

Damit Anwender das Einblenden von Werbe-Popups nicht vorzeitig beenden oder die Adware entfernen können, verankert sich Yazzle Sudoku in der Registry und legt Verknüpfungen wie "R_SudokuInstaller.rar.lnk" an. Das Spiel funktioniert nur, solange auch die Adware vorhanden ist. Wird sie entfernt, kommt beim nächsten Start des Spiels wieder die Aufforderung zum Installieren der Adware.

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