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Mit Schlecker jetzt ab 15 Cent in alle Netze telefonieren

Schlecker verkauft deutschlandweit Prepaidkarten der Hausmarke Smobil. Dazu hat die Drogerie-Kette die Preise gesenkt.

Anfang April ist auch Schlecker in das Geschäft mit Prepaidkarten eingestiegen. Die Drogeriekette tat sich mit dem Düsseldorfer Unternehmen ?Vodafone? zusammen und nannte ihr Produkt smobil. Der Drogerist probierte sein Angebot erstmal in Baden-Württemberg aus. Anscheinend war die Probephase zufriedenstellend, denn Schlecker hat angekündigt seine Prepaidkarten ab sofort deutschlandweit in allen Filialen und über das Internet zu verkaufen.

Anläßlich dieses Ereignisses senkt der Discounter die Minutenpreise von 19 auf 15 Cent. Das Starterpaket kostet weiterhin 14,99 Euro und enthält 10 Euro Startguthaben. Dann kann lostelefoniert werden: dem Anbieter zufolge untereinander für 1 Cent die Minute, für Anrufe in andere Netze zahlt man ab 15 Cent. Eine SMS kostet bei Schlecker 11,4 Cent, MMS schlagen mit 23 Cent zu Buche. Ein Anruf ins Ausland kostet 1,99 Euro. Alle Telefonate werden im Takt 60/1 abgerechnet.

Doch dieses Angebot ist mit Vorsicht zu genießen. Die bei den Mobilfunkdiscountern geschätzte Einfachheit der Tarife trifft auf Smobil leider nicht zu. Denn eigentlich gilt ein Minutenpreis von 25 Cent in alle Netze, eine SMS schlägt mit 19 Cent zu Buche und eine MMS kostet 39 Cent.

Schlecker hat sich eine Art Rabattsystem ausgedacht. Guthabenkarten gibt es für 8 oder 19 Euro. Bei einer Aufladung von 8 Euro bekommt man 2 Euro Bonus. Bezahlt man 19 Euro gibt es vom Discounter 6 Euro dazu. Kauft man eine 30 Euro Guthabenkarten, bekommt man 20 Euro gratis dazu. Erst die höchste Aufladung ergibt rechnerisch einen Minutenpreis von 15 Cent. Guthabenpakete zum Preis von 19 Euro bzw. 8 Euro führen zu effektiven Gesprächskosten von 19 bzw. 20 Cent pro Minute.

Auch das Versprechen für 1 Cent innerhalb des Smobil-Netzes zu telefonieren ist kritisch zu betrachten. Das Angebot ist auf 200 Minuten pro Monat begrenzt. Das macht nur gut 6 Minuten pro Tag aus. Danach bezahlt man den gleichen Preis wie in die anderen Netze. Wer also wenig telefoniert, der ist bei anderen Anbietern wie AldiTalk oder simply besser aufgehoben.

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