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Lenovo integriert Online-Backup in ThinkPads

04.09.2008 | 13:25 Uhr |

Das Datensicherungsunternehmen EMC und der chinesische PC-Hersteller Lenovo haben angekündigt, dass die Online-Backup-Software "Mozy" künftig auf ThinkPad-Laptops verfügbar ist.

Das Datensicherungsprogramm speichert eine aktuelle Version der am Laptop abgelegten Dateien auf einem Server ab, sobald der Rechner die Verbindung mit dem Internet herstellt. Damit ist der Dienst von EMC erstmals auch für Privatkunden verfügbar. Allerdings beschränkt sich das Angebot vorerst auf ausgewählte Länder. In Europa sind das Irland und Großbritannien.

EMC hat Mozy mit der Akquisition von Berkeley Data Systems im vergangenen Oktober erworben. Im Gegensatz zu den EMC-eigenen Systemen, die sich ausschließlich an Unternehmenskunden richten, ist Mozy ein Dienst für Private. EMC hatte gegenüber pressetext bereits im vergangenen Jahr angekündigt, unter eigenem Namen Consumer-Services einem breiten Kundenkreis anbieten zu wollen. Wie es nun in einer Aussendung des Konzens heißt, werde der Dienst abseits von Irland, Großbritannien, Südafrika, Australien, Neuseeland, den Philippinen, Singapur sowie die Vereinigten Staaten und Kanada in Kürze auch in weiteren Ländern sowie in verschiedenen Sprachen verfügbar sein - darunter auch Deutsch.

Die Kooperation mit Lenovo ist ein erster Testversuch. Vorerst können Neukunden, die ein aktuelles ThinkPad der SL-Serie erworben haben, eine 90-Tage-Trial-Version herunterladen. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kann der Service für eine monatliche Grundgebühr weiter genutzt werden. Der Online-Speicherplatz ist dabei unbegrenzt. Laut Lenovo ist eine weltweite Ausweitung auf alle Lenovo-Notebooks der R-, T-, X-, W- und SL-Serien sowie der X Tablet-Serie bereits in Planung. Derzeit müssen sich Anwender jedoch noch gedulden, denn eine Internationalisierung des Angebotes scheitert an der fehlenden Infrastruktur des US-Netzwerkspeicherunternehmens in einzelnen Ländern.

Durch die Möglichkeit der Online-Speicherung soll vor allem die Datensicherheit gewährleistet werden. Im Fall eines Festplattenproblems oder bei Verlust sowie Diebstahl des Rechners gehen die Dateien nicht verloren, zudem ist ein weltweiter Zugriff via Web möglich. Beim laufenden Backup werden aus Effizienzgründen nur aktualisierte Dateien übertragen. Das vollständige Datenbackup beim ersten Start könne hingegen einige Tage in Anspruch nehmen, wobei der Prozess im Hintergrund abläuft und ein Weiterarbeiten nicht behindert, heißt es vonseiten des Unternehmens. Der Datentransfer ist zudem chiffriert, es wird ein AES-Schlüssel verwendet. (pte)

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