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Mit Hilfe der NASA: Google greift nach den Sternen

19.12.2006 | 12:16 Uhr |

Google und die US-Raumfahrtbehörde NASA haben ein so genanntes "Space Act Agreement" für eine enge Zusammenarbeit unterzeichnet. Vereinfacht gesagt liefert die NASA die Inhalte und Google stellt sie via Internet zur Verfügung. Auch eine enge technische Zusammenarbeit ist geplant.

Google ist der Experte für Suchen und Finden im Internet. Die NASA wiederum hortet auf Ihren Servern und in Ihren Archiven Unmengen von Datenschätzen, von denen viele zwar frei zugänglich, aber eben gänzlich unbekannt sind. Was liegt da näher, als dass sich Google und die NASA zusammentun? Genau das haben der Suchmaschinen-Gigant und die US-Raumfahrtbehörde, genauer gesagt das NASA Ames Research Center , jetzt beschlossen.

Die Kooperation umfasst eine Fülle von Einsatzgebieten und Aufgabenbereichen. Zunächst soll es aber darum gehen, die vielen, zumeist nahezu unauffindbar verstreuten Informationen und Daten der NASA über das Internet für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Als konkrete Beispiele nennen die Vertragspartner die visualisierte Darstellung von Wetterberichten und Wettervorhersagen in Echtzeit, sowie hochauflösende 3D-Karten der Mond- und der Marsoberfläche. Außerdem soll man via Internet die Internationale Raumstation ISS und das Space Shuttle von der Erde aus im Browser verfolgen können.

Michael Griffin aus dem NASA-Hauptquartier in Washington äußert sich geradezu euphorisch zu den Planungen:" Diese Vereinbarung wird bald jedem Amerikaner die Erfahrung ermöglichen, einen virtuellen Flug über die Mondoberfläche zu machen oder durch die Schluchten des Planeten Mars zu düsen".

Wenn Sie mit Hilfe von Google den Mars betrachten wollen, müssen Sie übrigens nicht warten, bis NASA und Google ihr Vorhaben in konkrete Taten umsetzen. Einige Marsbilder gibt es nämlich schon bei Google.

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