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Mission Impossible III: Film-Pirat verhaftet

11.05.2006 | 14:48 Uhr |

Bis zu drei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe drohen einem Mann, der in Taiwan bei dem Versuch erwischt wurde, den Film Mission Impossible III mit seiner Videokamera aufzuzeichnen. Dass er jedoch zur Höchststrafe verurteilt wird, ist unwahrscheinlich.

In Taiwan wurde ein 35-Jähriger Mann dabei erwischt, als er im Kino versuchte, den Action-Film Mission Impossible III per Videokamera aufzuzeichnen. Die Polizei wirft ihm den Verstoß gegen das taiwanische Urheberrechtsgesetz vor. Demnach drohen dem Mann bis zu drei Jahre Gefängnis sowie eine Geldstrafe von umgerechnet rund 18.700 Euro.

Es ist allerdings wahrscheinlich, dass der Mann mit einer weitaus geringeren Strafe davon kommen wird, so unsere Kollegen des IDG News Service. Demnach mussten sich seit dem Jahr 2003 drei Personen wegen ähnlicher Delikte vor Gericht verantworten. Die drei Angeklagten wurden schließlich zu Haftstrafen zwischen 20 Tagen bis drei Monaten verurteilt.

Angaben der Motion Picture Association zufolge wurden bislang vier Personen festgenommen, die den Streifen mit Tom Cruise im Kino abfilmen wollten: Einer in Taiwan und drei in den USA.

Um die Piraterie in Taiwan einzudämmen, zahlt die MPA eine Belohnung in Höhe von umgerechnet 250 Euro an Kinoangestellte, wenn sie Piraten während der Filmvorführung erwischen und die Polizei alarmieren. In diesem Fall übernahm Universal International Pictures, der Vertrieb von Mission Impossible II, die Zahlung an die drei Mitarbeiter des taiwanischen Kinos. Angaben des Variety Magazine zufolge spielte der Streifen weltweit am ersten Wochenende 47,7 Millionen US-Dollar ein.

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