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Mirai: Hacker schalten Internet in Liberia ab

04.11.2016 | 17:23 Uhr |

Durch gezielte DDoS-Attacken fiel ein großer Teil des Internets im westafrikanischen Land Liberia aus.

Das Internet im westafrikanischen Land Liberia wurde in der vergangenen Woche mehrmals von Unbekannten angegriffen. Unter den gezielten DDoS-Attacken mussten die Server des Internetanbieters Lonestar Cell MTN die Segel streichen. Da die 4,5 Millionen Einwohner mit Internetanschluss im Land von nur zwei Providern versorgt werden, hatte der Angriff große Auswirkungen.

Verantwortlich für die Attacken soll ein Botnet namens Mirai sein. Dieses besteht aus schlecht gesicherten Routern, digitalen Videorekordern oder Webcams . Hacker machen sich das Netzwerk aus ca. 100.000 Geräten aus dem sogenannten Internet der Dinge (IoT) zunutze, um große Angriffswellen zu fahren.

Sicherheitsexperte Beaumont Kevin Beaumont geht davon aus, dass die bisher über Mirai getätigten Angriffe nur als Vorbereitung dienen. Sie könnten die Leistungsfähigkeit des Botnets austesten und in Zukunft für weitere Angriffe genutzt werden.

So funktionieren DDoS-Angriffe (Denial of Service)

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