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Asus EEE PC 900 startet noch im April

08.04.2008 | 13:15 Uhr |

Mit dem EEE PC hat Asutek quasi im Alleingang eine völlig neue PC-Kategorie am Markt eingeführt, einen Riesen-Hype entfacht, Linux als Endanwender-Betriebssystem neues Leben eingehaucht und Microsoft mit dem eigentlich geplanten Verkaufsstopp von Windows XP heftig in Verlegenheit gebracht. Die nächste Generation des EEE PC will Asutek jetzt sogar früher als ursprünglich geplant in den Verkauf bringen, um damit der Konkurrenz zuvor zu kommen.

Asutek wird die 2. Generation des EEE PC, den EEE PC 900, noch in der zweite April-Hälfte auf dem heimischen taiwanesischen Markt bringen, wie der taiwanische Branchendienst Digitimes unter Berufung auf den örtlichen PC-Einzelhandel berichtet. Damit will Asutek dem Verkaufstart einiger konkurrierender Modelle zuvor kommen. Denn im Unterschied zum Start der ersten Generation des EEE PCs, den Asutek frei von Konkurrenzdruck vorgestellt hat, muss sich Asutek jetzt allmählich gegen die nachziehende Konkurrenz wappnen. Und will deshalb mit seinem Nachfolgemodell möglichst schnell bei den Kunden sein. Ganz nach dem Motto: Wer den EEE PC 900 (mit größerem 8,9-Zoll-LCD und mehr Flashspeicher als der Vorgänger, eingebauter Webcam, Multitouch-Trackpad, wahlweise mit Windows XP oder Linux als Betriebssystem) bereits gekauft hat, kauft nicht noch einen weiteren Mini-PC von der Konkurrenz.

Austek würde damit beispielsweise Acer zuvor kommen, das im Mai oder Juni mit seinen beiden Mini-PCs an den Start gehen will und sich ambitionierte Ziele gesetzt hat . Asutek kann seinen EEE PC 900 deshalb früher auf den Markt bringen, weil Austeks Mini-PC noch nicht mit Intels neuem Atom-Prozessor läuft und deshalb nicht auf dessen Verkaufsstart im Mai warten muss. Acer, das seine beiden Mini-Notebooks mit Atom-CPUs herausbringen will, müssen also notgedrungen warten. Allerdings wird sicher auch Asutek den EEE PC bald auf Intels Atom-Prozessor umstellen, wie Branchenkreise vermuten. Das dürfte auch für Hewlett-Packards Mini-PC HP 2133 Mini-Note gelten, der Ende Mai zunächst in Großbritannien an den Start geht. Das HP-Modell ist zum Verkaufstart nämlich mit einem Via-Prozessor ausgestattet, aber auch hier wird man einen späteren Umstieg auf die Atom-Prozessoren vermuten dürfen.

Asutek hat nach Branchenangaben weltweit seit dem Verkaufstart im Oktober 2007 mehr als eine Million EEE PCs verkauft. Im gesamten Jahr 2008 will das Unternehmen fünf Millionen EEE PCs (aller Generationen) verkaufen.

In Deutschland wird der EEE PC 900 knapp unter 400 Euro kosten, wann der Verkaufsstart hierzulande sein wird, steht noch nicht definitiv fest. Aus hiesigen Branchenkreisen ist zu erfahren, dass Asus Deutschland einen Verkaufsstart doch erst realistisch für das 2. Halbjahr ins Auge fasst, voraussichtlich sogar erst im 4. Quartal 2008. Immerhin bieten einige Online-Händler schon mal die Möglichkeit, den EEE PC 900 vorzubestellen .

Vom EEE PC-Hype scheinen aber auch Notebook-Anbieter zu profitieren, die konventionelle Linux-Notebooks im Angebot haben. So verkauft Alternate beispielsweise zwei relativ preiswerte Acer-Notebooks mit Linux, wobei es sich dabei allerdings um das weniger bekannte Linpus Linux handelt. Bei Linux-Discount kann man ebenfalls ein preiswertes Einsteiger-Notebook kaufen, auf dem wahlweise FreeDOS oder Linux vorinstalliert wird. Dell bietet ebenfalls zwei verschiedene Linux-Notebooks an (auf denen das bekannte Ubuntu installiert ist), die allerdings preislich deutlich höher liegen und besser ausgestattet sind.

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