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Mini-Drohne DelFly Explorer fliegt besonders leise

17.12.2013 | 12:33 Uhr |

Der DelFly Explorer wiegt nur 20 Gramm und soll besonders leise und langsam auf Erkundungstour gehen können. Er weicht Hindernissen bereits automatisch aus, aber die Forscher wollen ihn weiter verbessern.

Mit dem DelFly Explorer haben Forscher eine besonders kleine Flugdrohne geschaffen. Sie wiegt nur 20 Gramm und hat eine Spannweite von 28 Zentimeter. Abheben, Höhe halten und Hindernisse umfliegen - der DelFly Explorer soll alles automatisch und ohne menschliches Zutun können. An Bord befinden sich zwei Kameras, die räumliches Sehen erlauben. Dank seines geringen Gewichtes und der Bauweise soll der Explorer Kollisionen gut wegstecken können und außerdem besonders leise fliegen. Die Flugzeit beträgt rund neun Minuten, sagen die Forscher.

Ein möglicher Einsatzzweck sollen Flugstunden in Gewächshäusern sein - der Explorer könnte etwa reife Früchte entdecken und melden. Gerade aufgrund seiner langsamen Geschwindigkeit sei der Explorer gut für den Einsatz in Innenräumen geeignet oder für den Einsatz in der Nähe von Menschen, die durch den Winzling nur schwerlich verletzt werden könnten. Ob er in Zukunft auch bei Polizei- und Militäreinsätzen als heimliche Späheinheit auf die Pirsch gehen könnte, sagen die Entwickler nicht. Theoretisch wäre es jedoch denkbar.

Die geringe Akkulaufzeit ist dem Gewicht der beiden Kameras und der Steuereinheit geschuldet. Außerdem kann der Akku nicht zu groß sein, da die Drohne selbst sehr klein ist. Die Forscher arbeiten derzeit an einer Verbesserung der autonomen Steuerung des Explorers. Zwar könne er bereits eigenständig Hindernissen ausweichen, doch noch könne er ein Gebiet nicht eigenständig komplett erkunden. Die Forscher wollen den Explorer bald auch durch geöffnete Türen und Fenster fliegen lassen. Noch weicht der DelFly aus.

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