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Mini Augmented Vision: Augmented Reality-Brille von BMW

10.04.2015 | 15:08 Uhr |

BMW/Mini haben eine Google-Glass-ähnliche Augmented Reality-Brille entwickelt, mit der der Fahrer Navigations-Anweisung und andere relevante Inhalte sieht. Und dank Röntgenblick durch die geschlossenen Türen blicken kann.

Eine Augmented Reality-Brille blendet virtuelle Inhalte wie Zusatzinformationen zu Sehenswürdigkeiten oder Navigationshinweise in das Sichtfeld des Trägers ein. Die bis dato erfolglose Google Glass dürfte das bekannteste Beispiel für so eine Augmented Reality-Brille sein. Doch vom Flop von Google Glass lässt sich der bayerische Automobil-Hersteller BMW nicht abschrecken. BMW beziehungsweise dessen Tochter-Unternehmen Mini stellen nämlich auf der Automobil-Messe Auto Shanghai 2015 (22. bis 29. April) den Prototyp ihrer eigene Augmented Reality-Brille vor. Die auf die Bedürfnisse von Autofahrern zugeschnitten sein soll. BMW will damit die „Innovationskraft und Kreativität der Marke Mini“ zeigen.

Mini Augmented Vision: Augmented Reality-Brille von BMW
Vergrößern Mini Augmented Vision: Augmented Reality-Brille von BMW
© Mini

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Diese sogenannte „Mini Augmented Vision“ entwickelt BMW zusammen mit Qualcomm. Das Design und Farbkonzept der Brille wurden von Designworks für Mini gestaltet.

Mini Augmented Vision: Augmented Reality-Brille von BMW
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© Mini

Infotainment und Mini Connected im Mini Countryman im Test

Mit der „See-Through-Technologie“ (O-Ton BMW) zeigt die Augmented Reality-Brille relevante Informationen im direkten Sichtfeld des Fahrers, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu verdecken. Das soll die Sicherheit und den Komfort während der Fahrt erhöhen.
Insgesamt werden mit Mini Augmented Vision folgende Funktionen in das Sichtfeld projiziert:

Zieleingabe für Navigation und Übergabe an das Fahrzeug: Orte als Zielpunkt auch außerhalb des Fahrzeugs auswählen und anschließend an dieses übergeben.

First Mile / Last Mile: Navigationsanzeige vom aktuellen Standort zum Fahrzeug beziehungsweise vom Fahrzeug zum Ziel.

Head-Up-Funktionen
Vergrößern Head-Up-Funktionen
© Mini

Head-Up-Funktionen: Anzeige von Geschwindigkeit, Tempolimit etc. über die Brille und damit im primären Sichtfeld des Fahrers. Diese werden stets an der gleichen Position oberhalb des Lenkrads angezeigt, um keine Verkehrsteilnehmer zu überdecken .

Kontaktanaloge Navigation und Points of Interest: Erweiterung der Realität durch „kontaktanaloge“ Navigationspfeile “auf der Straße”, sodass der Blick stets auf den Verkehr gerichtet bleiben kann. Zusätzlich ist eine „kontaktanaloge“ Anzeige interessanter Orte entlang der Route, wie zum Beispiel freier Parkplätze, möglich.

Messaging: Bei eingehender Nachricht wird ein kleines Symbol in der Brille angezeigt. Die SMS/Kurznachricht kann dann durch das Fahrzeug vorgelesen werden. Aus Sicherheitsgründen ist das Anzeigen des Textes während der Fahrt nicht möglich .

Hier soll der Röntenblick dargestellt sein: Der Fahrer sieht deshalb den eigentlich verdeckten Hund.
Vergrößern Hier soll der Röntenblick dargestellt sein: Der Fahrer sieht deshalb den eigentlich verdeckten Hund.
© Mini

X-Ray-View / transparente Fahrzeugteile: Der virtuelle Blick durch Fahrzeugteile (wie A-Säule, Türen, etc.) wird ermöglicht, um verdeckte Bereiche sichtbar zu machen. Hier erklärt BMW aber nicht, wie dieser Röntgenblick technologisch genau umgesetzt wird.

Augmented Parking: Erleichtert das Einparken durch das Einspielen der Bilder einer im (rechten) Spiegel verbauten Kamera in die Brille. So soll sich der Abstand zum Randstein eindeutig und bequem feststellen lassen.

Geht die Brille den gleichen Weg wie Google Glas und wird ein Flop? Oder setzt sie sich durch? Die Zukunft wird es zeigen.

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