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Minesweeper beleidigt Minenopfer

23.06.2001 | 13:32 Uhr |

Sie spielen zwischendurch gerne einmal Minesweeper? Dann verletzten Sie möglicherweise die Gefühle von Opfern von Landminen. Seit Längerem läuft im Internet eine Kampagne, die Microsoft dazu bewegen soll, Minesweeper nicht mit Windows XP auszuliefern.

Sie spielen zwischendurch gerne einmal Minesweeper? Dann verletzten Sie möglicherweise die Gefühle von Opfern von Landminen. Seit Längerem läuft im Internet eine Kampagne die Microsoft dazu bewegen soll, Minesweeper nicht mit Windows XP auszuliefern.

Minesweeper ist ein kleines Spiel, das sich im Ordner "Zubehör" von Windows befindet. Die Organisation "International Campaign to Ban Winmine" (ICBW) erklärt: Während in den Industriestaaten "Kinder, Heranwachsende und Erwachsene" sich mit den virtuellen Minen eine kurzweilige Abwechslung verschaffen würden, könnten Kinder in der Dritten Welt nicht im Freien spielen oder auf dem Feld arbeiten, weil alles mit richtigen Minen vermint sei.

Aus Solidarität mit den von Minen bedrohten Kindern in den Dritte-Welt-Staaten und aus Rücksichtnahme auf deren Gefühle plädiert die ICBW deshalb dafür, Minesweeper von allen Rechnern zu entfernen. Insbesondere in der kommenden Windowsversion sollte Microsoft auf dieses Spiel verzichten. Bisher zeigte sich der Redmonder Softwareriese jedoch unbeeindruckt.

Wer sich an der Aktion beteiligen mächte, kann auf der Website der ICBW in einem Formular die Zahl der "entminten" Rechner öffentlich bekannt machen. Außerdem wird dort ein Ersatzspiel namens Winflower angeboten. Während sich das Forum zu dieser Aktion auf dem neuesten Stand befindet, scheinen sich aber die Zuwächse bei den entminten Rechnern in Grenzen zu halten. Bei Redaktionsschluss waren 364 PCs Minesweeper-frei gemeldet. Dies ist aber der Stand vom 20. Juni 1999.

Die PC-WELT bietet Ihnen ebenfalls eine minenfreie Version zum Download an.

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