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Motorola von der Krise schwer getroffen

Zu den hausgemachten Problemen macht sich jetzt auch die Finanzkrise in den Büchern von Motorola deutlich bemerkbar. Das Unternehmen verbuchte im vierten Quartal 2008 einen Milliardenverlust. Umsatz und Handyverkäufe brachen ein. Für den Jahresanfang 2009 sieht der Konzern keine Besserung.

Trotz aller Sparanstrengungen gerät Motorola immer tiefer in die Verlustzone. Der Verlust betrug im vierten Quartal 2008 mehr als 3,6 Milliarden US-Dollar (2,8 Milliarden Euro). Ein Jahr zuvor hat das Unternehmen noch einen Gewinn von 100 Millionen Dollar erwirtschaftet. Nach Aussage von Motorola drücken vor allem die Kosten für Umstrukturierungen und Abschreibungen die Bilanz. Das Unternehmen hat erstmals die vierteljährliche Dividende gestrichen, um die Bilanz zu stärken.

Der Umsatz brach um mehr als ein Viertel auf 7,1 Milliarden Dollar ein. Besonders heftig traf es die Handysparte des Konzerns. Der Absatz von Mobiltelefonen stürzte im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 19,2 Millionen Geräte ab. Den weltweiten Marktanteil beziffert das Unternehmen mittlerweile auf 6,5 Prozent, nach 13 Prozent im Quartal zuvor. Die Modelle des Unternehmens mit Sitz in Schaumburg, Illinois, sind noch immer nicht konkurrenzfähig. Nun kommt zur hausgemachten Krise der weltweite Abschwung.

Im gesamten Jahr 2008 stieg der Verlust auf fast 4,2 Milliarden Dollar, der Umsatz sank um 18 Prozent auf rund 30 Milliarden Dollar. Auch für den Jahresanfang 2009 zeichnet Motorola ein trübes Bild. Das Unternehmen wird nach eigener Einschätzung weiterhin rote Zahlen schreiben.

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