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Milliardenschaden für Intel

Der Fehler in Intels Rambus-basierten Hauptplatinen könnte das Unternehmen teuer zu stehen kommen. Möglicherweise werden Hunderttausende einen Umtausch ihrer Platinen verlangen. Weltweit soll etwa eine Million der fehlerhaften Motherboards ausgeliefert worden sein.

Der Fehler in Intels Rambus-basierten Hauptplatinen könnte das Unternehmen teuer zu stehen kommen. Möglicherweise werden Hunderttausende einen Umtausch ihrer Platinen verlangen. Weltweit soll etwa eine Million der fehlerhaften Motherboards ausgeliefert worden sein.

Von dem Bug betroffen sind alle 820er-Platinen, die mit dem Memory Translation Hub (MTH) ausgestattet sind. Damit lassen sich in den für Rambus-Speicher konzipierten 820er-Boards SDRAM-Speicherriegel einsetzen. Wie sich gezeigt hat, kann es nach dem Umbau aber zu nicht näher bezeichneten elektromagnetischen Unverträglichkeiten kommen, die einen Absturz des gesamten Systems zur Folge haben können.

Laut Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner können alle Besitzer von fehlerhaften Hauptplatinen die Komponenten umtauschen. Dazu gebe es bereits Gespräche mit den beteiligten Händlern. Es sei keine Entschuldigung, dass das Problem nur dann auftrete, wenn der betroffene Rechner voll ausgelastet werde und "richtig unter Stress" stehe.

Betroffene Anwender sollten sich an den Händler wenden, bei dem sie das Motherboard gekauft haben. (PC-WELT, 11.05.2000, dpa/ sp)

Intel ruft Boards zurück (PC-WELT Online, 10.5.2000)

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