Miese Quartalszahlen

Sony Ericsson entlässt weitere 2.000 Angestellte

Sony Ericsson wird weitere 2.000 Angestellte entlassen. Das geht aus der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2009 hervor.
Die Entlassungen erfolgen weltweit und sind eine Folge des schlechten Geschäfts. Die Zahl der verkauften Handys ging im Vergleich zum vorherigen Quartal um fast zehn Millionen zurück. Von Januar bis März 2009 konnte Sony Ericsson nur 14,5 Millionen Geräte verkaufen, während es in den vorherigen drei Monaten noch 24,2 Millionen waren.
Wegen des Weihnachtsgeschäfts ist das letzte Quartal eines Jahres immer das stärkste für einen Handyhersteller. Der Niedergang von Sony Ericsson lässt sich deshalb besser im Jahresvergleich erkennen. Im 1. Quartal 2008 konnte die Firma noch 22,3 Millionen Handys verkaufen, das waren 54 Prozent mehr, als jetzt erzielt wurde. Der Umsatz von Januar bis März 2009 fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,70 auf 1,74 Milliarden Euro. Der Nettoverlust lag bei 293 Millionen Euro, nachdem Sony Ericsson im gleichen Quartal des Vorjahres noch einen Gewinn von 133 Millionen Euro verbuchen konnte.
Vor den Steuern kam ein Verlust von 370 Millionen Euro zustande, vor einem Jahr hatte Sony Ericsson noch einen Vorsteuergewinn von 193 Millionen Euro in den ersten drei Monaten erzielt. Auch unterm Strich war das Ergebnis mies: Sony Ericsson erzielte im 1. Quartal 2009 einen Nettoverlust von 293 Millionen Euro, während im Jahr zuvor dort noch ein Gewinn von 133 Millionen stand.
"Wie erwartet, war das erste Quartal dieses Jahres wegen der schwachen globalen Nachfrage sehr schwierig für Sony Ericsson", sagt der Firmenchef Dick Komiyama. "Das Management plant ein zusätzliches Sparprogramm, das bis Mitte 2010 weitere 400 Millionen Euro pro Jahr einsparen soll." Das vorherige Sparprogramm, das schon in diesem Jahr 300 Millionen Euro einsparen soll, ist bereits beschlossen. Dazu gehören auch die 2.000 Entlassungen. Sony Ericsson hat noch Bargeldreserven von 1,1 Milliarden Euro. Das klingt beeindruckend, doch Firmen wie Apple oder Microsoft haben mehr als 20 Mal so viel.
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