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Microsofts neues Lizenzmodell verärgert Kunden

26.05.2001 | 12:24 Uhr |

Bekanntlich plant Microsoft eine Änderung seiner Lizenzpolitik für Unternehmen. Kunden, die künftig alle Updates von Windows oder Office lizenzieren, fahren günstiger als Unternehmen, die auf das eine oder andere Release verzichten. Gegen dieses Vorhaben regt sich massiver Widerstand unter den IT-Verantwortlichen.

Bekanntlich plant Microsoft ab dem 1. Oktober eine Änderung seiner Lizenzpolitik für Unternehmen. Kunden, die künftig alle Updates von Windows oder Office lizenzieren, fahren günstiger als Unternehmen, die auf das eine oder andere Release verzichten. Auf Letztere können Kostensteigerungen von bis zu 100 Prozent zukommen. Dagegen regt sich massiver Widerstand unter den IT-Verantwortlichen, wie die Computerwoche berichtet.

"Das ist eine Unverschämtheit", tobt Alfons Wahlers, Leiter Organisation und DV bei der Keiper GmbH & Co. Weiter fährt er fort: "Ich bin mit der Politik Microsofts überhaupt nicht einverstanden." Genauso sieht es Detlef Stüwe, IT-Manager beim Münchner Chipbroker CE Consumer Electronic: "Da könnte es sein, dass ich stinksauer werde."

Viele Unternehmen planen, nicht jedes Update mitzumachen. Wozu auch? Oftmals sind die Veränderungen zwischen zwei aufeinander folgenden Office-Versionen so gering, dass ein Update keinen Sinn macht. Dies würde nach dem neuen Lizenzmodell jedoch erhöhte Kosten verursachen. Nun denken die Unternehmen darüber nach, wie sie der Kostenfalle der Redmonder Software-Schmiede entgehen können.

Als erste Alternative bietet sich Linux an. Stüwe: "In einer zweitägigen Schulung trainiere ich die ganze Truppe leicht auf KDE 2 unter Linux. Das ist bei unserer Größenordnung überhaupt kein Problem."

SuSE Linux kontert Microsoft-Attacke (PC-WELT Online, 11.05.2001)

Microsoft warnt vor Linux-Einsatz (PC-WELT Online, 09.05.2001)

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