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Microsofts Markenname Windows soll gelöscht werden

10.10.2002 | 12:26 Uhr |

Windows ist kein Markenname für die Microsoft-Betriebssysteme, sondern ein seit den 70er Jahren gängiger Name für Programme, die die Fenstertechnik nutzen. Daher muss der Markenname Windows gelöscht werden. So lautet jedenfalls die Forderung der Lindows-Anwälte, die zum entscheidenden Schlag gegen Microsoft ausholen. Und die Chancen stehen gut, denn die Anwälte können eine Reihe von Argumenten aufzählen, mit denen bewiesen werden soll, dass der Begriff "Windows" keine Erfindung von Microsoft ist.

Windows ist kein Markenname für die Microsoft-Betriebssysteme, sondern ein seit den 70er Jahren gängiger Name für Programme, die die Fenstertechnik nutzen. Daher muss der Markenname Windows gelöscht werden. So lautet jedenfalls die Forderung der Lindows-Anwälte, die zum entscheidenden Schlag gegen Microsoft ausholen.

In einem 33-seitigen Antrag an ein Washingtoner Gericht versuchen die Anwälte von Lindows nachzuweisen, dass der Begriff "Windows" schon in den 70er Jahren verwendet wurde und Microsoft ihn für Windows 1.0 nur gewählt hatte, weil er damals gängig war.

Kurioses im juristischen Antrag: Mit einem Comic unterstreichen die Anwälte schon zu Beginn ihre Argumentationskette. In dem Comic bedankt sich Bill Gates telefonisch bei einem Bär namens Thornton mit den Worten: "Hi Thornton, Bill Gates hier. Ich wollte dir nur Danke sagen für deinen Rat vor einigen Jahren." Auf die Frage was für ein Rat dies gewesen sei, antwortet der Bär: "Ich empfahl ihm, seine Produkte Windows zu nennen."

Damit wollen die Anwälte sagen: Das Wort "Windows" ist für die Konsumenten gleichbedeutend mit modernen graphischen Anwendungsoberflächen. Es gäbe Belege dafür, dass bereits Ende der 70er Jahre - also lange bevor Windows 1.0 auf den Markt kam - die Begriffe "Windows Programme", "Windows Interfaces", "Windows Systeme" und "Windows Managers" üblich waren.

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