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Microsofts Kinect für Xbox 360 startet

10.11.2010 | 10:52 Uhr |

Kinect für die Xbox 360 ist erschienen. Microsoft bringt damit eine Technologie auf den Markt, mit der sich Spiele komplett ohne Eingabegeräte steuern lassen.

Microsofts Kinect für die Xbox 360 macht den Spieler selbst zum Controller. Das innovative Gerät wird an die Spielekonsole Xbox 360 angeschlossen und erkennt über drei Kameras und vier Mikrofone alle Bewegungen und Sprachbefehle der Spieler. Ab sofort ist Microsoft Kinect für die Xbox 360 in Europa erhältlich. Für 149 Euro erhalten die Käufer neben dem Gerät auch die Vollversion des Spiels Kinect Adventures. Die deutsche Spracherkennung wird Microsoft aber erst im Frühjahr 2011 nachreichen. 

Kinect wird entweder über oder unter dem Fernseher angebracht und per USB-Kabel mit der Spielekonsole verbunden. Mindestens zwei Meter sollten zwischen Kinect und dem Spieler Platz sein, damit die drei Kameras den Spieler und dessen Bewegungen komplett erfassen können. 

Zum Start von Kinect erschienen auch viele interessante Titel, die sich vor allem an Casual Gamer richten. Dazu gehören neben dem mitgelieferten Kinect Adventures die Spiele Kinect Sports (Microsoft), Kinect Joy Ride (Microsoft), Kinectimals (Microsoft), Dance Central (Harmonix), DanceEvolution (Konami), Dance Paradise (Mindscape), MotionSports (Ubisoft), Fighters Uncaged (Ubisoft), Sonic Free Riders (Sega), Crossboard 7 (Konami) und  Your Shape: Fitness Evolved (Ubisoft).

Noch im November sollen die Kinect-Spiele Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 (EA), EA Sports Active 2 (EA), Get Fit with Mel B (Black Bean Games), Sports Island Freedom (Konami), Game Party: In Motion (Warner Bros. Interactive) und Zumba Fitness (Majesco) folgen.

PC-WELT konnte bereits vorab Kinect ausprobieren. Im Gegensatz zur Nintendo Wii und Sonys Move für Playstation 3 kommt beim Spielen per Kinect keinerlei Controller mehr zum Einsatz, sondern der Körper des Spielers ist der Controller. Schwitzen vor der Konsole ist also angesagt. Alleine hält sich der Spielspaß bei den Partyspielen eher in Grenzen - zu Zweit und in der Gruppe macht es aber umso mehr Spaß.

Erstmalig erscheint mit Dance Central auch ein echtes Tanzspiel für eine Spielekonsole. Das Spiel wurde von Harmonix entwickelt, das sich bereits einen Namen mit Musikspielen wie Guitar Hero und Rock Band gemacht hat. Bei Dance Central muss der Spieler die angezeigten Tanzbewegungen nachtanzen. Die Kameras von Kinect überwachen, ob der Spieler die Tanzanweisungen exakt befolgt und am Ende erfolgt eine Bewertung der Leistung.

Gamepro hat Kinect getestet und kommt zum Fazit : "Kinect ist ein faszinierendes Stück Technik." Die Spielerkennung klappe hervorragend und Verzögerungen seien vernachlässigbar. Verbesserungswürdig sei jedoch noch die Integration von Kinect in die restliche Xbox-Umgebung. Ebenfalls bemängelt wird die noch fehlende Sprachsteuerung, die erst 2011 nachgereicht wird. 

Gamepro urteilt:

Momentan gibt es kein Spiel, das für ernsthafte Gamer den sofortigen Kauf von Kinect rechtfertigen würde. Ja, Väter können ihren Kindern mit dem superknuffigen Kinectimals viel Freude machen, und vor allem Frauen dürften auf Dance Central stehen – das war’s dann aber auch. Deshalb: Aktuell sollte nur der Kinect kaufen, der ohnehin immer jede Hardware sofort ab dem Start im Wohnzimmer haben muss. Alle anderen warten auf die nächste Software-Runde, die dann hoffentlich "richtige" Spiele bringt und die dann teilweise auch den Xbox-360-Controller einbeziehen soll.

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