123734

Vista kaufen - XP Pro geschenkt

26.06.2008 | 12:13 Uhr |

Windows XP wird ab dem 30.6 nicht mehr im Handel erhältlich sein. Microsoft räumt Käufern von Windows Vista allerdings Downgrade-Rechte ein: Wer Windows Vista Business oder Ultimate erwirbt, erhält zugleich auch eine Lizenz für Windows XP Professional. Was es genauer damit auf sich hat, erläutern wir in diesem Artikel.

Auch nach dem 30.6 wird Windows XP erhältlich sein: Möglich macht es das Downgrade-Recht, das Käufer von Windows Vista Ultimate und Business in Anspruch nehmen können, um zugleich auch eine Lizenz für Windows XP Professional zu erwerben. Diese Möglichkeit wird beispielsweise auch Dell anbieten, worüber wir kürzlich berichteten . Zu diesem Thema erreichte uns mittlerweile auch ein offizielles Statement von Dell, mit genaueren Details.

Die so genannten "Downgrade-Rights" gewährt Microsoft allen Käufern von Windows Vista Ultimate und Windows Vista Business. Dadurch, dass auch Windows Vista Ultimate einbezogen wird, ist dies nicht nur für Geschäftskunden, sondern auch für Endanwender interessant, die zur besten Variante von Windows Vista greifen wollen.

Downgrade-Rechte bei Dell
Dell bietet diese Möglichkeit beispielsweise bei Rechnern der Serie Dell Latitude oder Dell Vostro an. Zugleich offeriert der Hersteller seinen Kunden aber auch einen Extra-Service. "Dell bietet seinen Kuden, die diesen Downgrade nicht selbst vornehmen möchten, zusätzlich den optionalen Service an, dies für sie auf Wunsch zu übernehmen", erläutert Dell gegenüber der PC-WELT. Das bedeutet: Auf den Systemen wird ab Werk Windows XP Professional installiert und zugleich erhält der Kunde auch Windows Vista Business oder Ultimate auf einer DVD inklusive einer Lizenz dafür.

Als Beispiel für diese Möglichkeit nennt Dell uns gegenüber diesen Rechner der Vostro-Familie . Dell bietet den Rechner im Grundpreis mit Vista Home Basic an. Wünscht der Anwender das Betriebssystem Windows Vista Business, so fällt ein Aufpreis von 50 Euro an. Bei der Wahl von Windows Vista Ultimate beträgt der Aufpreis 100 Euro. In diesen Fällen erhält der Anwender zwar den Rechner mit einem der beiden Betriebssysteme, allerdings ohne eine Windows-XP-Lizenz via Downgrade-Rights.

Wer Windows XP Professional wünscht, beispielsweise, weil er vorerst XP weiter nutzen und erst später auf Vista upgraden möchte, der hat die Möglichkeit, den betreffenden Rechner inklusive vorinstalliertem Windows XP Professional und zusätzlich Windows Vista Business beziehungsweise Windows Vista Ultimate zu erwerben. Auch hier fallen für das jeweilige Vista-Betriebssystem der Aufpreis von 50 Euro (Business) beziehungsweise 100 Euro (Ultimate) an. Der Anwender erhält das jeweilige Vista als DVD inklusive Lizenz mit dem Rechner mitgeliefert. Den Service der Vorinstallation von Windows XP Professional wird seitens Dell mit einer Gebühr von 15 Euro berechnet. Unterm Strich erhält der Kunde also für 65 beziehungsweise 115 Euro einen Rechner mit Lizenzen für zwei Betriebssystemen.

Dell bietet Downgrade auch für Endanwender an
Interessant ist das Ganze auch für Endanwender, denn Dell bietet die Downgrade-Möglichkeit zwar nicht bei allen Systemen an, aber auch nicht nur ausschließlich bei seinen für Business-Kunden gedachten Modellen: So findet sich die Downgrade-Möglichkeit beispielsweise auch bei Modellen der XPS-Gaming-Familie, wie beispielsweise diesem XPS-630-Rechner . Standardmäßig wird dieser Rechner mit Windows Vista Home Premium ausgeliefert. Wer den Rechner mit vorinstalliertem Windows Vista Ultimate erwerben möchte, der zahlt einen Aufpreis in Höhe von 110 Euro. In Verbindung mit XP erhöht sich dieser Aufpreis um 25 Euro auf 135 Euro: Dafür wird der Rechner inklusive vorinstalliertem XP Professional und Vista-Ultimate-DVD (und Vista-Lizenz) ausgeliefert.

Festzuhalten bleibt aber: Eine Möglichkeit, bei Dell einen Rechner mit vorinstalliertem Vista (Business/Ultimate) zu erwerben, dem ein Medium für Windows XP Professional inklusive Lizenz beiliegt, gibt es nicht. Dell erläutert auf dieser deutschsprachigen Website die genaueren Details zu dem Downgrade-Service .

Downgrade-Rechte: Definition von Microsoft
Microsoft unterscheidet bei den Downgrade-Rechten nicht zwischen Unternehmens- und Endkunden. Was Unternehmenskunden angeht, heißt es seitens Microsoft: "Unternehmenskunden, die PCs mit Windows Vista Business oder Windows Vista Ultimate über Volumenlizenzabkommen inklusive Enterprise Agreements oder vorinstallierte PCs erworben haben, besitzen Downgrade-Rechte auf Windows XP Professional, Windows XP Tablet PC Edition und Windows XP Professional x64 Edition. Dabei müssen sie aber bereits ein originales Windows XP Wiederherstellungs-Medium besitzen."

Dieses "Wiederherstellungs-Medium" von Windows XP müssen auch Privatkunden besitzen, um von ihrem Downgrade-Rechten Gebrauch zu machen. Gegenüber der PC-WELT erläutert Microsoft: "Für Privatkunden stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Sie kaufen sich einen mit Windows Vista Business oder Ultimate vorinstallierten PC und spielen zu Hause ein originales Windows XP Wiederherstellungs-Medium auf."

Durch dieses Prozedere gelangt der Privatanwender also über den Kauf von Windows Vista Business/Ultimate in den Besitz einer Lizenz für Windows XP Professional, die er auf dem mit Vista erworbenen Rechner nutzen kann, bis er sich zum Wechsel auf Windows Vista entscheidet.

Das Ganze ist allerdings kompliziert, denn es setzt voraus, dass der Anwender im Besitz des besagten "Wiederherstellungs-Medium" für Windows XP ist. Das dürfte in vielen Fällen nicht der Fall sein, daher empfiehlt Microsoft: "Deutlich einfacher haben es Privatkunden jedoch mit einer Systembuilder-Lizenz für XP, die bis zum 31.01.2009 erhältlich ist."

0 Kommentare zu diesem Artikel
123734