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Microsofts Deutschlandchef ein ehemaliger Linux-Verfechter

30.10.2002 | 14:06 Uhr |

Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing. Das gilt offensichtlich auch für Jürgen F. Gallmann, der von IBM auf den Chefposten von Microsoft Deutschland wechselte. Bei IBM war Gallmann ein entschiedener Verfechter von Linux und Gegner von Windows. Seine Einstellung zu Open Source hat Gallmann aber bereits gründlich revidiert, wie seinen letzten Äußerungen zu entnehmen ist.

Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing. Das gilt offensichtlich auch für Jürgen F. Gallmann, der von IBM auf den Chefposten von Microsoft Deutschland wechselte (PC-WELT berichtete). Bei IBM war Gallmann ein entschiedener Verfechter von Linux und Gegner von Windows. Seine Einstellung zu Open Source hat Gallmann aber bereits gründlich revidiert, wie seinen letzten Äußerungen zu entnehmen ist.

Auf der derzeit in Frankfurt stattfindenden "Linuxworld" sollte Gallmann in seiner Funktion als IBM-Manager mit einer Keynote noch ein entscheidendes Plädoyer für den Einsatz von Linux abgeben, wie Pro-Linux berichtet. "Linux - die Business Entscheidung für die Zukunft" war der Vortrag von Gallmann betitelt. Der Titel blieb, der Redner wechselte. Für Gallmann springen jetzt zwei IBM-Manager aus den USA ein.

Damit aber noch nicht genug. Die Welt zitiert den neuen Microsoft-Boss in ihrer Online-Ausgabe noch mit einem anderen Satz, der für einen Angehörigen der Redmonder Softwareschmiede reichlich merkwürdig klingt. "Linux spielt immer mehr eine Rolle. Viele sagen auch: Wir wollen weg aus dieser reinen Windows-Welt."

Zu seinem Amtsantritt bei Microsoft Deutschland hat sich Gallmann dann doch etwas andere Worte einfallen lassen. In der Pressemitteilung aus Unterschleißheim heißt es: "Die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, insbesondere im Zuge der vernetzten Kommunikation, birgt für ein Unternehmen wie Microsoft in den kommenden Jahren ein ungeheueres Potenzial. Die vielfältigen Möglichkeiten der Software-Nutzung eröffnen Kunden und Partnern ganz neue Perspektiven für die Erhöhung ihrer Produktion und ihrer Leistungsfähigkeit. Dabei gestaltend mitzuwirken, ist für mich eine faszinierende Herausforderung."

Neuer Chef von Microsoft Deutschland kommt von IBM (PC-WELT Online, 29.10.2002)

Die Pinguine tanzen wieder in Frankfurt (PC-WELT Online, 29.10.2002)

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