Windows 10

Windows 10 ist das aktuelle Windows-Betriebssystem, das Microsoft an die Nutzer von Windows 7 und Windows 8 im ersten Jahr gratis ausliefert. Mit Windows 10 feiert das Start-Menü ein Comeback und Cortana auf dem Desktop ihre Premiere. Aber Windows 10 ist nicht nur für Desktop-PCs erhältlich, sondern kommt auch bei Smartphones, der Xbox One, IoT-Geräte und Hololens zum Einsatz.

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Microsofts Bing-Suche drängt Nutzern Edge-Browser auf

08.09.2015 | 11:05 Uhr |

Wer als Edge-Nutzer in der Bing-Suche nach Chrome oder Firefox sucht, bekommt Edge empfohlen. Das berichten US-Anwender.

Edge ist der neue Standard-Browser von Windows 10. Doch die Anwender zögern mit dem Umstieg zu Edge, wie aktuelle Statistiken zeigen. In Deutschland nutzt weniger als 1 Prozent den Edge-Browser und selbst in den USA ist es nur knapp über 1 Prozent. Das scheint Microsoft mächtig zu wurmen. Und lässt Microsoft nicht ruhen.

Einige US-Benutzer von Windows 10 berichten nämlich, dass Microsoft in der Bing-Suche einen kaum übersehbaren Hinweis auf Edge einblendet. Und zwar ganz oben über den eigentlichen Trefferlisten. Das berichtet die amerikanische Technik-Webseite Venturebeat.

Video: 10 Fragen zu Windows 10

Diese Einblendung erscheint dann, wenn der Anwender im Edge-Browser in der Bing-Websuche auf einem Windows-10-Rechner "Chrome" oder "Firefox" als Suchbegriffe eingibt. Anscheinend geht Microsoft in diesem Fall davon aus, dass der Noch-Edge-Nutzer Chrome oder Firefox herunterladen möchte und nach den entsprechenden Downloads sucht. Da will Microsoft dem Nutzer dann doch noch einmal Edge schmackhaft machen. Und über den „Learn why“-Button die – nach Microsofts Meinung – Vorzüge von Edge aufzeigen. Zudem steht neben dem Button klipp und klar, dass Microsoft „Edge“ für Windows 10 empfiehlt: „Microsoft recommends Microsoft Edge for Windows 10“.

Dieser deutliche Hinweis auf Edge kommt aber nur beim ersten Mal, wenn der Anwender nach Chrome oder Firefox in Bing sucht. Für Opera kommt dieser Hinweis laut den US-Anwendern aber nicht.

Auch Mozilla kritisierte Microsoft

Mozillas CEO Chris Beard hatte bereits im Juli heftige Kritik an Windows 10 geübt. Weil der neue Standard-Browser von Windows 10, also Edge (Code-Name: Project Spartan), von seinen Einstellungen her ein „dramatischer Schritt rückwärts“ sei. Und zwar wenn es darum gehe die Wahl der Benutzer zu respektieren. Beard stieß besonders sauer auf, dass Windows-Anwender als Standard-Browser automatisch Edge installiert bekommen, wenn sie eine ältere Windows-Version wie Windows 7 oder Windows 8.1 auf Windows 10 aktualisieren. Das passiert auch bei Anwendern, die unter ihren alten Windowsversionen einen anderen Browser, beispielsweise Firefox oder Chrome, als Standard-Browser eingerichtet hatten. Diese Anwender müssten dann erst in das Einstellungsmenü von Windows 10 gehen und dort einen anderen Default-Browser auswählen.

Edge- und Windows-10-Anwender aus Deutschland bekommen in der Bingsuche diesen Hinweis von Microsoft nicht zu sehen.

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