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Microsofts Antiviren-Software im Alpha-Stadium

30.07.2004 | 16:28 Uhr |

Die derzeit von Microsoft in Entwicklung befindliche Antiviren-Software hat das Alpha-Stadium erreicht. Die Sicherheitssoftware wird zur Bekämpfung von Malware keine Virensignaturen benötigen. Der Rechner wird im Hintergrund überwacht und die Software schlägt Alarm, sobald verdächtige Aktionen durchgeführt werden.

Die von Microsoft entwickelte Anti-Virensoftware befindet sich derzeit im Alpha-Stadium. Das berichtet unsere US-Schwesterpublikation Computerworld. Bei der Sicherheitssoftware soll das Feature "Verhaltensblocker" (Behavior blocker) zum Einsatz kommen.

Dabei wird der Rechner ständig überwacht und die darauf ablaufenden Ereignisse und Operationen analysiert. Wird dabei ein Malware-typisches Ereignis festgestellt, dann ergreift die Anti-Virensoftware Gegenmaßnahmen.

Das Feature soll dafür sorgen, dass auch bisher unbekannte Würmer und Trojanische Pferde bekämpft werden können, ohne dass wie bei anderen Produkten ein Virensignaturen-Update nötig wäre.

Die Software, die auch als "Intrusion Detection and Protection System" bezeichnet wird, soll Hand in Hand mit der Windows-Firewall arbeiten. Letztere will Microsoft bei Windows XP durch das Service Pack 2 verbessern. Zu einem weiteren Feature der Anti-Virensoftware soll gehören, dass sie über einen abgesicherten Kanal in Kontakt mit anderen Rechnern tritt, auf denen sie läuft und von diesen Rechnern "lernt".

Laut Microsoft-Studien nutzen 63 Prozent der Windows-Anwender keine Antiviren-Software oder halten diese nicht auf den aktuellsten Stand. Mit der "Behavior blocker"-Funktion sollen diese Anwender mehr Schutz erhalten.

Die für die Software zum Einsatz kommenden Technologien stammen von dem Antivirenspezialisten GeCAD und Pelican Security Software, die im Jahr 2003 von Microsoft übernommen worden waren. Wann Microsoft Anti-Virensoftware auf den Markt kommen wird, ist bisher noch nicht bekannt.

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