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Microsoftler bezeichnet Open Source als "Geldverschwendung"

25.05.2004 | 15:47 Uhr |

Open Source ist nicht anderes als Geldverschwendung. Das sagte Chris Sharp, "Director of platform strategy Asia-Pacific and Greater China" bei Microsoft, in einem Gespräch mit asiatischen Journalisten. Unternehmen, die Open-Source-Anwendungen herstellen, so Sharp, würden ihr geistiges Eigentum weggeben und damit "Geld verschwenden".

Open Source ist nicht anderes als Geldverschwendung. Das sagte Chris Sharp, "Director of platform strategy Asia-Pacific and Greater China" bei Microsoft, in einem Gespräch mit asiatischen Journalisten. Unternehmen, die Open-Source-Anwendungen herstellen, so Sharp, würden ihr geistiges Eigentum weggeben und damit "Geld verschwenden".

Chris Sharp, der früher bei Red Hat beschäftigt war, kritisierte auch die Regierungen, die auf Open Source setzen. Sie würden ihren lokalen kommerziellen Software-Herstellern schaden - da diesen dann Geld fehlt, um in neue Anwendungen zu investieren. Bei einem US-Dollar, der für Microsoft-Produkte ausgegeben wird, würden acht weitere US-Dollar an lokale Software-Unternehmen gehen, deren Produkte auf Microsoft-Technologien basieren.

Es gäbe viele Mythen rund um das Thema Open Source, so Sharp, die sich bei näherer Betrachtung als falsch erweisen würden. So sei beispielsweise Open Source-Software nicht kostenlos. Sogar Unternehmen, die Open Source-Applikationen entwickeln, seien von den gleichen kommerziellen Interessen getrieben wie andere Software-Hersteller auch. Open Source verursache außerdem höhere Software-Management-Kosten und sei damit teuerer als kommerzielle Software.

"Sie wollen nicht etwas Besseres für die Community, sondern sind auch hinter dem Geld her", zitiert unsere Schwesterpublikationen Computerworld Philippines Chris Sharp. Ohne Einnahmen könne ein Unternehmen nicht in die Entwicklung neuer Software-Produkte investieren. Microsoft, so ein Beispiel von Sharp, investiere rund 6,8 Milliarden US-Dollar für die Forschung und Entwicklung. Sharp: "Open Source bietet keine Möglichkeit, um mehr Software zu erstellen."

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