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Microsoft will internen Datenverkehr gegen NSA-Spione schützen

27.11.2013 | 19:05 Uhr |

Microsoft hält nach neuen Möglichkeiten Ausschau, um die elektronisch übertragenen Daten im Unternehmen besser vor Spionage zu schützen.

Nach der Enthüllung, dass die NSA den Datenverkehr von Yahoo und Google abgehört haben soll, bekommt nun offenbar auch der Branchenriese Microsoft Angst vor Spionage-Angriffen durch die US-Behörde. Laut einem Artikel der Washington Post wollen sich noch in dieser Woche führende Mitarbeiter von Microsoft mit neuen Verschlüsselungstechniken befassen, die unternehmensinterne Datenübertragungen besser vor Fremdzugriffen schützen können.

Die Zeitung will weiterhin erfahren haben, dass Microsoft-Dienste wie Hotmail, Windows Live Messenger oder Microsoft Passport bereits im Fokus der NSA gestanden hätten. Ein Muscular getauftes Programm des Geheimdienstes würde es ermöglichen, den Datenverkehr von Unternehmen unbemerkt mitzulesen. Ob eine komplexere Verschlüsselung durch Microsoft dieser Gefahr tatsächlich Einhalt gebieten kann, bleibt allerdings fraglich.

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Die NSA beteuert weiterhin, dass sich das Überwachungsprogramm nur auf legitime Ziele beziehen würde. Das generelle Ausspähen von Unternehmen stünde hingegen nicht im Interesse der US-Regierung.

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