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Microsoft und Symantec machen betrügerisches Botnet dicht

07.02.2013 | 16:02 Uhr |

Die Online-Kriminellen hinter dem Schädling Bamital verdienten Geld, indem sie die Suchmaschinen ihrer Opfer manipulierten. Damit ist nun Schluss.

Zusammen mit Microsoft hat der Antiviren-Spezialist Symantec das Botnet Bamital dicht gemacht. Seit Ende 2009 sei man dem Botnet schon auf den Fersen. Bamital hatte sich auf das Umleiten von Suchmaschinen-Ergebnissen auf verseuchte oder rein werbliche Internetseiten spezialisiert. Außerdem hatte Bamital ohne Zutun des Opfers auf Werbeanzeigen klicken können. Für den Suchenden war das natürlich äußerst nervig. Wenn nicht gar gefährlich, wenn der Klick auf eine Malware-verseuchte Seite leitete. Die Kriminellen hinter Bamital haben derweil Geld über die falschen Klicks auf Werbeanzeigen verdient.

Im Laufe der letzten Jahre soll es verschiedene Versionen von Bamital gegeben haben. Zuerst habe sich der Schädling durch Drive-by-Downloads verbreitet, also ohne jeden Klick oder "Download"-Button nur durch das Aufrufen einer infizierten Seite. Außerdem habe er Daten in P2P-Netzwerken manipuliert und sich so ebenfalls verbreitet. 2011 schon habe Bamital täglich mit 1,8 Millionen gekaperten Rechnern kommuniziert und 3 Millionen Klicks erzwungen (Clickjacking). "Clickjacking" setzt sich zusammen aus den Worten "Clicks" und "Hijacking" (= entführen).

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