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Microsoft und FBI schalten Citadel Botnet ab

06.06.2013 | 19:02 Uhr |

Microsoft ist es in Zusammenarbeit mit der US-Bundespolizei gelungen, das Citadel Botnet zu zerschlagen.

Seit eineinhalb Jahren konnten Kriminelle mit einem riesigen Netzwerk über 500 Millionen US-Dollar von internationalen Bankkonten stehlen. Möglich wurde dies durch die gezielte Infektion von Computern, die die Logindaten ihrer Nutzer ausspähten und diese unbemerkt weiterleiteten.

Mit einer Kooperation zwischen Microsoft und dem FBI konnten in über 80 Ländern 1000 Computernetzwerke des so genannten Citadel Botnets ausgeschaltet werden. Der Softwarehersteller geht davon aus, dass weltweit bis zu fünf Millionen Rechner infiziert wurden. Zwar konnten die Hintermänner noch nicht gestellt werden, die Kapazitäten des Netzwerks seien jedoch durch diesen Schlag erheblich dezimiert worden.

Ist der PC infiziert? Was sind Botnetze und was hilft dagegen?

Nach dem Gründer des Netzwerks, einem unter dem Decknamen Aquabox operierenden Hacker, wird weiterhin gefahndet. Es sei davon auszugehen, dass er sich aktuell in Osteuropa aufhält. Die infizierten Rechner des Citadel Netzwerks wurden primär zur Verbreitung von Viren und Spammails genutzt. Die hierfür nötige Software, die auch Anti-Viren-Programme deaktiviert, kann zum Preis von 2.400 US-Dollar über das Internet bezogen werden.

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