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Microsoft streicht Entwickler-Gebühren für Xbox-360-Patches

01.07.2013 | 05:02 Uhr |

Bislang mussten Entwickler von Videospielen stets einen nicht geringen Obolus an Microsoft entrichten, wenn sie ihr Spiel auf der Xbox 360 durch einen Patch verbessern wollten. Jetzt hat der Konsolenhersteller diese Gebühr gestrichen.

In dieser Woche verkündete Microsoft-Mitarbeiter Larry „Major Nelson“ Hryb über seinen Twitter-Kanal, dass für Xbox-360-Entwickler ab sofort keine Gebühren mehr für Patches anfallen. Entwickler dürfen also aufatmen, haben sie doch nun durch die Streichung der Gebühren deutlich mehr Freiheiten als zuvor.

Die Gebühren für Patches waren nicht unerheblich und führten sogar dazu, dass kleinere Studios auf die Veröffentlichung eines Update verzichteten. Das prominenteste Beispiel hierfür dürfte das Indie-Spiel FEZ sein, das trotz eines schwerwiegenden Bugs keinen Patch erhielt. Die Entwickler wollten die hohen Gebühren für das Update nicht bezahlen.

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Der erste Patch war für die Entwickler noch kostenlos. Dann allerdings fielen in der Tat immense Gebühren an, die von kleinen Studios kaum zu stemmen waren. So berichtete Tim Schafer, Studio-Chef bei Entwickler Double Fine, dass einmal eine Summe von 40.000 Dollar überwiesen wurde, nur um einen Patch über Xbox Live zu veröffentlichen. Diese hohen Gebühren sind nun vom Tisch. Allerdings behält sich Microsoft das Recht vor, im Einzelfall dennoch eine Gebühr zu erheben. Diese soll jedoch nur anfallen, wenn ein Entwickler eine sehr hohe Anzahl an Patches veröffentlichen möchte.

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