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Microsoft schließt Forschungslabor im Silicon Valley

22.09.2014 | 13:34 Uhr |

18.000 Mitarbeiter müssen Microsoft verlassen. 13.000 haben Microsoft bereits verlassen, nun folgten weitere 2100. Darunter die gesamte Belegschaft des jetzt aufgelösten Forschungslabors im Silicon Valley.

Mitte Juli 2014 arbeiteten weltweit mehr als 125.000 Menschen für Microsoft rund um den Globus; darunter 25.000 ehemalige Nokia-Mitarbeiter. Dann gab Microsoft den größten Stellenabbau seiner Unternehmensgeschichte bekannt: 18.000 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. 12.500 der insgesamt 18.000 gestrichenen Stellen fallen in den von Nokia übernommenen Bereichen weg.

Die ersten 13.000 Arbeitsplätze strich Microsoft sogar noch im Juli im Rahmen der ersten großen Entlassungswelle. Dabei erwischte es vor allem die ehemaligen Nokia-Mitarbeiter besonders hart. Aber auch in einigen anderen Bereichen von Microsoft mussten damals bereits Mitarbeiter gehen.

Die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley berichtet jetzt, dass die zweite Phase des im Juli verkündeten Stellenabbaus bei Microsoft begonnen habe. Demnach müssten im September 2100 Mitarbeiter den Microsoft-Konzern verlassen. 747 der abgebauten Stellen würden sich im US-Bundesstaat Washington befinden, wo Microsoft seine Firmenzentrale hat. Weitere 160 Arbeitsplätze fallen im US-Bundesstaat Kalifornien weg. Die übrigen wegfallenden Arbeitsplätze verteilen sich auf die weltweiten Unternehmensstandorte der Redmonder. Die 2100 Jobs würden in unterschiedlichen Unternehmensbereichen gestrichen, weitere Details wollte ein Microsoft-Sprecher nicht nennen.

Microsoft entlässt 18.000 Mitarbeiter

Microsoft Research Lab (MSR) im Silicon Valley geschlossen

Unter den jetzt entlassenen 2100 Mitarbeitern befinden sich auch Experten aus dem Microsoft Research Lab (MSR) im Silicon Valley, wie Jo Foley erklärt. 50 Leute arbeiteten bisher in Microsofts Forschungslabor im Silicon Valley. Sie müssen nun aber alle den Redmonder Konzern verlassen. Weil Microsoft das MSR am 19.9. komplett geschlossen hat, wie ein betroffener Microsoft-Forscher hier twittert. Microsoft gründete das betroffene MSR im kalifornischen Mountain View im Jahr 2001. Microsoft Distinguished Engineer Roy Levin leitete das MSR zuletzt. Die Webseite zu dem Lab im Silicon Valley hat Microsoft bereits offline genommen.

Die übrigen Research Labs rund um den Globus will Microsoft weiter betreiben. Microsoft will einigen der entlassenen MSR-Mitarbeitern eine Stelle in einer der anderen Forschungseinrichtungen von Microsoft anbieten, was aber in jedem Fall einen großräumigen Umzug für den Betroffenen bedeuten würde.

Auch nach der Schließung des kalifornischen MSR arbeiten noch 2500 Menschen für Microsoft im Silicon Valley. Für die Bereiche Skype, Yammer, Bing, Outlook.com und Xbox.

Ebenso müssen einige Mitarbeiter gehen, die bei der Trustworthy Computing (TwC) Group arbeiten. Die TwC kümmert sich um die Themen Cyber-Sicherheit, Datenschutz und Lifecycle. Eine zumindest diskussionswürdige Entscheidung angesichts immer neuer NSA-Schnüffeleien und immer neuer Sicherheitslücken und Hackerangriffe.

13.000 Entlassene in der ersten Welle im Juli, weitere 2100 in der zweiten Welle im September – bleiben also noch 2900 Menschen übrig, denen Microsoft noch Farewell sagen will. Das soll bis spätestens Juli 2015 geschehen, wie es der derzeitige Zeitplan vorsieht.


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