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Microsoft plant weitere Windows-XP-Patches gegen Gebühr

03.09.2013 | 18:04 Uhr |

Das noch immer weit verbreitete Betriebssystem soll zumindest teilweise mit Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Eigentlich wollte Microsoft nach dem 8. April 2014 keine weiteren Patches für das betagte Betriebssystem Windows XP anbieten. Doch im Rahmen des Programms „Custom Support“ wird es auch Monate oder sogar Jahre danach noch Updates für Windows XP geben. Dieser Dienst steht jedoch nur Großkunden zur Verfügung, die noch nicht auf ein neueres Betriebssystem umgestiegen sind.

Kostenfrei ist der Nachschub an Patches dann leider nicht mehr. Analysten gehen davon aus, dass Microsoft bis zu 200 US-Dollar pro PC und Jahr für den Service in Rechnung stellen könnte. Im Gegenzug erhalten die Kunden Patches, die kritische Schwachstellen in Windows XP beseitigen.

Die in der Bedrohungsskala von Microsoft als lediglich „wichtig“ eingestuften Gefahren werden nicht im Rahmen des „Custom Support“ gestopft, sondern setzen eine weitere Zahlung voraus. Gegen „mittlere“ und „geringe“ Gefahren werden gar keine Updates mehr angeboten.

Betriebssystem für Profis: Windows 8 im Businesseinsatz - lohnt sich der Umstieg?

Die hohen Kosten für diesen Zusatzservice könnten jedoch auch große Firmen zu einem Umstieg auf Windows 8 bewegen. Eventuell wird das für den Oktober erwartete Windows 8.1 für einen begrenzten Zeitraum wieder deutlich günstiger angeboten. Schon die Standard-Version war Anfang des Jahres als Upgrade zum Schnäppchenpreis erhältlich.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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