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Microsoft ist angeblich in Schmiergeld-Affäre verwickelt

20.03.2013 | 17:01 Uhr |

Microsoft sieht sich aktuell mit Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Der Konzern soll ausländischen Beamten für Software-Verträge Schmiergeld gezahlt haben.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, haben die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC und das US-Justizministerium in dieser Woche Ermittlungen gegen Microsoft eingeleitet. Dem Redmonder Konzern wird vorgeworfen, Schmiergelder an ausländische Regierungsmitglieder für die Vergabe von Software-Aufträgen gezahlt zu haben.

Im Rahmen der Ermittlungen werden aktuell fragwürdige Geschäftsbeziehungen des Software-Konzerns in China, Italien und Rumänien geprüft. Anstatt die Angelegenheit totzuschweigen, geht Microsoft in die Offensive und kündigte an , eigene Untersuchungen anstellen zu wollen. Wie John Frank, Vice President & Deputy General Counsel bei Microsoft, erklärt, nehme man die Vorwürfe sehr ernst und wolle in vollem Umfang mit den Regierungsbehörden kooperieren.

Microsoft muss 561 Millionen Euro Strafe zahlen

Die Anschuldigungen wurden den Berichten zufolge vom Manager eines Microsoft-Tochterunternehmens in China erhoben. Laut seinen Aussagen sei er angewiesen worden, chinesischen Beamten Schmiergelder anzubieten, um im Gegenzug neue Software-Verträge abzuschließen. In Italien hätten Unternehmensberater im Auftrag von Microsoft an Regierungsvertreter Geschenke und Reisen vergeben. In Rumänien seien Mitarbeiter des Telekommunikations-Ministeriums bestochen worden.

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